05. März 2021

Diamant-Meisterbrief in Brühl

Diamant-Meisterbrief in Brühl
Foto: Harald Siebert

Anzeige

Für Stuckateurmeister Hubert Krumm gab es den Diamant-Meisterbrief.

 

Eine solche Auszeichnung ist im Handwerk wichtig. „Den Weg von Köln zur Meisterschule in Eslohe habe ich jedes Mal mit dem Fahrrad zurückgelegt, immerhin gut 100 Kilometer jede Strecke“, sagt Hubert Krumm.  Dies und vieles mehr aus der Zeit seiner Selbstständigkeit hat Krumm noch sehr deutlich vor Augen. Vor kurzem hat der Stuckateurmeister von der Handwerkskammer Südwestfalen den Diamantenen Meisterbrief bekommen. Über die seltene Auszeichnung konnte Krumm sich an seinem 84. Geburtstag freuen. Sie hängt nun neben dem Goldenen Meisterbrief.

Während der Lehr- und Gesellenjahre habe er eifrig gespart, um sich möglichst schnell den Meisterkursus leisten zu können, sagt Krumm. Die Ausbildung hatte er in Köln absolviert. „Da war es manchmal so, dass ich nachts auf den Baustellen oder im Wald geschlafen habe, um einerseits Überstunden zu machen und mir andererseits den Weg nach Hause zu ersparen.“ Nachdem die Meisterprüfung bestanden war, habe er sich „mit frischem Mut“ in Köln selbstständig gemacht. Zeitweise beschäftigte Hubert Krumm 20 Mitarbeiter. „Es hätten noch mehr sein können, wenn ich nur gute Leute gefunden hätte. Das war auch damals schon nicht leicht.“ Der Schwerpunkt lag auf Putzarbeiten, erst später seien Stuckaufträge hinzugekommen.

Die Suche nach einem günstigen Grundstück für seine Familie und den Betrieb führte Krumm nach Brühl, wo das Unternehmen auch heute noch seinen Sitz hat. 1993 erfolgte die Übergabe an die nächste Generation, an Markus, einen seine Söhne.

In der Stuckateur-Innung Köln aktives Mitglied gewesen zu sein hält Krumm für eine Selbstverständlichkeit. Für mehr als zehn Jahre habe er daher dort das Amt eines Kassenprüfers übernommen.

Auch heute noch fühlt sich Hubert Krumm sehr fit. Das liege nicht zuletzt daran, dass er neben dem Beruf viel Sport getrieben habe, vor allem Radtouren und Fußball. Sogar mit der Legende Uwe Seeler habe er einmal gespielt.

Quelle: Harald Siebert / Wolfram Hülscher