20. März 2021

Eine Farbe ist Programm: „Blau“ Stuttgart als schönste Bar ausgezeichnet

Eine Farbe ist Programm: „Blau“ Stuttgart als schönste Bar ausgezeichnet
Dunkles Blau und Messing machen die „Blau“ in Stuttgart zu einem ganz besonderen Erlebnis. Foto: Zooey Braun

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Im Wettbewerb „Die schönsten Restaurants & Bars 2021“ wurde die Stuttgarter Loungebar „Blau“ als „schönste Bar im deutschsprachigen Raum“ ausgezeichnet.

 

Auslober ist der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem bdia Bund Deutscher Innenarchitekten, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband), der INTERNORGA, Leitmesse für Gastronomie, sowie den Medienpartnern AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung, SALON und dem Architekturmagazin Baumeister. Aufgerufen waren Architekten, Planer und Gastronomen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, um ihre besten Arbeiten einzureichen.

 

„Eine surreale Welt inmitten urbaner Realität“ nennen die Architekten der „Blau“ die Grundidee ihres Konzeptes. In der Loungebar mit rund 90 Quadratmetern zeigen sich fünf Nuancen der Saphir-Familie von Caparol an den Wänden. Dominant ist Saphir 5, mit einem Hellbezugswert von gerade mal 7 ein extrem intensiver und dunkler Ton. „Wir wollten einen unwirklichen Ort schaffen, in dem aus Assoziationen ein Raumgefühl entsteht“, erklärt Hadi Tandawardaja vom planenden Büro Somaa. Die Farben des Fünfklangs wechseln mitten in den Flächen. Diese Teilflächen springen von den Wänden zur Decke über – und umgekehrt. So verliert der Raum an Eindeutigkeit: „Da keine Raumgrenzen mehr erkennbar sind, lässt uns der Raum glauben, er sei unendlich.“

Diese Irritation im sogenannten Gastraum verstärken Messingportale: Weder an der Raum- noch der Farbstruktur orientiert und frei eingestellt, definieren sie subtil einzelne Sitzbereiche. Die Blaunuancen, das Messing sowie das warme Naturleder der handwerklich produzierten Sofagruppen spielen kontrastreich zusammen und produzieren eine Spannung, die auch bei vollem Haus trägt. Möblierung, Messingrahmen, Spiegel am Raumende sowie Farbflächen verleihen den knapp 43 Quadratmetern einerseits einen offenen Charakter, andererseits entstehen vage definierte Aufenthaltsbereiche mit verschiedenen Qualitäten. Nur ein gläsernes Flaschenregal trennt den Gast- vom angrenzenden Barraum. Die dunkle Grundstimmung, erzeugt von Saphir 5 aus der 3D-Farbtonkollektion, setzt sich an Decke und Wänden, sowie an der schwarz lackierten Theke fort. Dadurch leuchtet der Bereich hinter dem Tresen umso stärker. Die gesamte Rückwand besteht aus großflächigen, warm schimmernden Messingpaneelen. Der Kontrast zum dunklen Blau könnte kaum größer sein.

Eine so intensive Farbkombination zu entwerfen ist das eine – das andere die Präsentation und Prüfung vor Ort. „Es gab eine intensive Bemusterungsphase und eine ganz direkte Abstimmung mit dem Auftraggeber“, erklärt Planer- und Objektberater Carsten Tümpner. „PremiumColor“ von Caparol liefert die Farbbrillanz. Dank spezieller, synthetischer Füllstoffe und Carbonfaser-Verstärkung sind die matten und kaum strukturierten Anstriche leicht zu reinigen und widerstehen auch starken mechanischen Belastungen. Der sogenannte Schreibeffekt, ein durch Reiben oder Berühren hervorgerufenes Aufpolieren der matten Oberfläche ist hier so gut wie ausgeschlossen. Bei Schäden lässt sich die Beschichtung partiell ausbessern.

Quelle: Caparol / Delia Roscher