07. Juni 2021

Ausbildungsmarkt boomt, Fachkräftebedarf steigt

Die Grafik zeigt die Zahl neuer Azubis aus der Bauwirtschaft gegenüber denen der Gesamtwirtschaft. Foto: SOKA-BAU und Statistisches Bundesamt
Die Grafik zeigt die Zahl neuer Azubis aus der Bauwirtschaft gegenüber denen der Gesamtwirtschaft. Foto: SOKA-BAU und Statistisches Bundesamt

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Die SOKA-BAU veröffentlicht den jährlichen Ausbildungs- und Fachkräftereport. Dieser zeigt, dass zwar die Ausbildungszahlen sich gut entwickeln, aber auch der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verstärken.

Trotz der Corona-Pandemie stieg die Zahl neuer Bau-Azubis um 5 Prozent. Branchenübergreifend nahm sie um 9,5 Prozent ab. So entwickeln sich die Ausbildungszahlen in der Baubranche deutlich besser als in anderen Branchen. Auch für 2021 ist ein positiver Trend am Bau-Ausbildungsmarkt zu erwarten, wie eine von SOKA-BAU durchgeführte Umfrage unter Baubetrieben kürzlich ergab. Die gute Entwicklung ist auch ein Verdienst der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung in der Bauwirtschaft, die alle Baubetriebe an der Finanzierung der Ausbildung beteiligt und Ausbildungsbetriebe finanziell deutlich entlastet.

Trotzdem wird sich der Fachkräftemangel in der Baubranche in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter verstärken. Bereits jetzt ist es für die Betriebe schwierig, Beschäftigte zu ersetzen, die in den Ruhestand gehen. Seit 2011 liegt die jährliche Zahl der Neurentner*innen konstant höher als die Zahl der neuen Azubis. Durch die demografische Entwicklung ist ein weiterer Anstieg der Rentenzugänge vorgezeichnet: Allein in den nächsten fünf Jahren dürfte sich die Zahl der (gewerblichen) Neurentner*innen bei leicht steigendem Rentenzugangsalter um rund 30 Prozent erhöhen. In den kommenden zehn Jahren werden insgesamt rund 150.000 gewerbliche Arbeitnehmer*innen in den Ruhestand gehen.

Deshalb ist die Branche zukünftig noch stärker auf Rückkehrer*innen und Quereinsteiger*innen aus anderen Branchen angewiesen. Die Besetzung von offenen Stellen wird außerdem länger dauern. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bleiben offene Stellen im Hochbau derzeit (Stand: April 2021) bereits im Durchschnitt mehr als ein halbes Jahr unbesetzt und damit zwei Wochen länger als vor der Corona-Pandemie. Nicht viel besser sieht es im Tiefbau und Ausbaugewerbe aus. Auch dort hat sich die sogenannte Vakanzzeit noch einmal erhöht und liegt deutlich oberhalb des Durchschnitts für alle Berufe.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Quelle: SOKA-BAU / Delia Roscher