10. Juni 2021

Höhere Preise für höhere Energieeffizienz

Laut Studie erzielen energieeffizient sanierte Gebäude einen höheren Preis am Immobilienmarkt. Foto: Pixabay
Laut Studie erzielen energieeffizient sanierte Gebäude einen höheren Preis am Immobilienmarkt. Foto: Pixabay

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Eine Studie von ImmobilienScout24 hat ergeben, dass Gebäude in Deutschland mit hoher Energieffizienz durchschnittlich 23 Prozent höhere Preise am Immobilienmarkt erzielen.

Grundlage der Studie ist die Auswertung von 155.000 Objekten (Ein-, Mehrfamilienhäusern bzw. Eigentumswohnungen), die nach Regionen (Stadt/Kreisebene) und Baualtersklassen miteinander verglichen wurden. Der Betrachtungszeitraum umfasst die vergangenen zwölf Monate.

„Energieeffizient modernisierte Gebäude sind nicht nur ausschlaggebend für deutlich mehr Klimaschutz, sie sind ein maßgeblicher Faktor zur Wertsteigerung einer Immobilie“, fasst Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG das Studienergebnis zusammen. Den Auftrag zur Studie gab der Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG).

Drei zentrale Erkenntnisse lassen sich aus den Daten der Studie über energieeffiziente Gebäude ablesen:

  • Energieeffiziente Immobilien im ländlichen Raum (aller Altersklassen) erzielen 31 Prozent höhere Marktpreise
  • Altbauten in Großstädten (bis Baujahr 1949) steigern nach Effizienzmaßnahmen ihren Preis sogar durchschnittlich um 44 Prozent
  • Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen (bzw. Mehrfamilienhäuser) liegen bei der Wertsteigerung gleichauf

Bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands hat Deutschland immer noch erheblichen Nachholbedarf: Von 22 Millionen Gebäuden sind ca. 60 Prozent aus energetischer Sicht unzureichend. Zudem verbrauchen sie mehr als ein Drittel der gesamten Energie. Die für 2020 gesteckten Klimaschutzziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor wurden verfehlt. „Die Politik ist nun mehr denn je gefordert, die Rahmenbedingungen für energieeffiziente Modernisierungen deutlich zu verbessern. Wie sich zeigt, ein lohnenswertes Projekt in vielerlei Hinsicht“, sagt Jan Peter Hinrichs abschließend.

Quelle: Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) / Delia Roscher