22. Juni 2021

Untergrundcheck vor Sanierung

Vor größeren Maßnahmen an der Außenfassade sollte mit dem Gewebeabreißtest die Tragfähigkeit des Altputzes geprüft werden. Foto: HECK Wall Systems
Vor größeren Maßnahmen an der Außenfassade sollte mit dem Gewebeabreißtest die Tragfähigkeit des Altputzes geprüft werden. Foto: HECK Wall Systems

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Bei Bestandsgebäuden gilt es vor einer Sanierung oder Renovierung den Untergrund hinsichtlich seiner Tragfähigkeit zu prüfen, um unliebsame und kostspielige Überraschungen zu vermeiden.

Wer größere Maßnahmen an der Außenfassade seines Bestandsgebäudes plant, kann mit dem Gewebeabreißtest die Tragfähigkeit des Altputzes prüfen. Dazu wird ein Streifen Armierungsgewebe mit Armierungsmörtel eingebettet. Nach einer Woche Trocknungszeit reißt man das Gewebe aus dem Mörtel wieder heraus. Löst sich dabei auch die Altbeschichtung von der Wand, gilt sie als nicht tragfähig und muss erneuert werden.

Gitterschnitt: Für die Gitterschnittprobe benötigt man lediglich ein Cuttermesser und Panzerklebeband. Foto: HECK Wall Systems

Geht es vornehmlich um kleinere Renovierungen, reicht es, auf einfachere Prüfmethoden zu setzen. Bei der Gitterschnittprobe ritzt man mit einem Cuttermesser ein Karomuster in die Wand, drückt ein Panzerklebeband darüber und reißt es in einem Zuge ab. Fallen beim Einschneiden oder Abreißen über 30 Prozent der Karos von der Wand ab, ist die Altbeschichtung nicht tragfähig. Ebenfalls muss Abhilfe geschaffen werden, wenn die alte Wand kreidet. Das merkt man schon per einfacher Wischprüfung mit der Hand. Verschmutzungen, auch Veralgungen, müssen ebenso entfernt werden. Oft genügt hier ein Hochdruckreiniger.

Haarriss-Schlämmanstrich: Feine Haarrisse im Oberputz können mittels geeignetem Schlämmanstrich überbrückt werden. Foto: HECK Wall Systems

Feine Haarrisse im Oberputz können mittels geeignetem Schlämmanstrich, z. B. HECK SSM Strukturschlämme, überbrückt werden. Bei starker Saugfähigkeit des Untergrunds – zu testen am besten durch Benetzung mit Wasser – hilft eine Tiefengrundierung, z. B. mit HECK TG W PLUS Tiefengrund, die den Putz festigt und dessen Saugfähigkeit reduziert.

Saugfähigkeitstest: Bei starker Saugfähigkeit des Untergrunds, zu testen am besten durch Benetzung mit Wasser, hilft eine Tiefengrundierung, die den Putz festigt und dessen Saugfähigkeit reduziert. Foto: HECK Wall Systems

Wischprüfung per Hand: Um festzustellen, ob die alte Wand kreidet, genügt die einfache Wischprüfung per Hand. Foto: HECK Wall Systems

Generell wird vor jeglichen Arbeiten an Wand bzw. Fassade, egal ob Anstrich oder Putzerneuerung, der Auftrag einer geeigneten Grundierung empfohlen, bspw. mit HECK UG Universalgrundierung. Zahlreiche Videoclips zur Untergrundprüfung und -behandlung sind unter youtube.com/wallsystems zu finden.

Quelle: HECK Wall Systems / Delia Roscher