17. November 2021

Reverse Graffiti auf französischer Staumauer

Die Silhouette einer Waldlandschaft – passend zur Umgebung. Foto: Kärcher
Die Silhouette einer Waldlandschaft – passend zur Umgebung. Foto: Kärcher

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An einer Staumauer im französischen Jura entstand im Oktober eine Zeichnung im Großformat. Der Künstler Klaus Dauven hat mittels der Kunstform Reverse Graffiti eine Silhouette einer Waldlandschaft entstehen lassen.

Bei der Kunstform handelt es sich um eine Zeichnung aus dem Kontrast von gereinigter und ungereinigter Fläche, also durch das gezielte Abtragen von Verschmutzungen. Das Bildmotiv: Die Silhouette einer Waldlandschaft.

„Das Kunstwerk am Staudamm von Vouglans ist bereits das fünfte gemeinsame Projekt von Klaus Dauven und Kärcher, zugleich ist es auch das bislang größte Reverse Graffiti. Für uns ist es immer etwas ganz besonderes, wenn Klaus Dauven unsere Geräte verwendet, um damit ein Kunstwerk zu schaffen,“ sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG.

Waldsilhouette mit Tiefenwirkung

Bei der Motivwahl ließ sich Klaus Dauven von der waldreichen Landschaft des Jura inspirieren. „Ganz passend ist, dass nicht die komplette Oberfläche des Staudamms verschmutzt ist, sondern nur die zur Mitte hin abfallenden Bereiche. So nimmt die Waldsilhouette die Form des eigentlichen Tals an und es entsteht aus der Ferne betrachtet eine schöne Tiefenwirkung,“ sagt Klaus Dauven. Wie seine anderen Reverse Graffitis wird auch dieses Werk durch Witterung und biologischen Bewuchs mit der Zeit verschwinden.

Erstellung der Zeichnung

Um die Zeichnung auf den Staudamm zu bringen, seilten sich Industriekletterer von der Krone ab und brachten über 2.500 Klebepunkte aus einer biologischen Knetmasse auf der verschmutzten Oberfläche an. Unterstützt wurden sie von Vermessungstechnikern, die vom Boden aus die entsprechenden Stellen an der Wand mithilfe von Lasertechnik markierten. Nachdem alle Klebepunkte angebracht waren, arbeiteten die Kletterer mit Hochdruckreinigern nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“ das Motiv aus dem Schmutz, bestehend aus Moos, Flechten und Pilzbewuchs, heraus. Bei den Arbeiten wurde besonderer Wert auf ein nachhaltiges Vorgehen gelegt: Das Wasser für die Hochdruckreiniger wurde direkt aus dem Stausee entnommen und der Strom kam vom Wasserkraftwerk des Staudamms. Außerdem kamen keinerlei Reinigungsmittel zum Einsatz. Die Erstellung der Zeichnung dauerte insgesamt vier Wochen. Vier Kaltwasser-Hochdruckreiniger, sechs Industriekletterer, mehrere Kärcher Mitarbeiter und der Künstler selbst waren im Einsatz.

Quelle: Kärcher / Delia Roscher