25. November 2021

Praxisseminare 2022 der Propstei Johannesberg für Bauhandwerker*innen

Die Propstei Johannesberg bietet 2022 verschiedene Praxisseminare an. Foto: Propstei Johannesberg gGmbH
Die Propstei Johannesberg bietet 2022 verschiedene Praxisseminare an. Foto: Propstei Johannesberg gGmbH

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Die Propstei Johannesberg bietet im ersten Quartal 2022 Praxisseminare an: Natursteinbearbeitung, Energetische Verbesserung von historischen Gebäuden, Backsteinmauerwerk, Bögen und Gewölbe.

Praxisseminar für Maurer*innen: Natursteinbearbeitung

Das dreitägige Praxisseminar in der Maurerwerkstatt von Mittwoch, 2. Februar bis Freitag, 4. Februar 2022 spricht alle Handwerksmeister*innen und -gesell*innen, sonstige Interessierte sowie Lehrkräfte der Fortbildungsinstitute und Ausbildungsstellen an und möchte sie dazu motivieren, alte, schon vergessene Techniken nach historischen Gegebenheiten kennenzulernen.

Es werden neben materialspezifischen Grundlagen der verwendeten Materialien auch Besonderheiten der Natursteine, Herkunft und verschiedene Bearbeitungstechniken behandelt. Die Seminarleitung haben Bernhard Gaul, Maurermeister aus Künzell und Maik Hübenthal, Steinmetz aus Waldkappel.  Die Seminargebühr für das dreitägige Praxisseminar beträgt 360,00 € inklusive Seminarunterlagen und Getränke.

Seminar für Zimmerer/Zimmerinnen, Maler*innen, Maurer*innen und Tischler*innen: Energetische Verbesserung von historischen Gebäuden

Bei diesem dreitägigen Fachseminar von Montag, 14. Februar bis Mittwoch, 16. Februar 2022 für Handwerksmeister*innen und Gesellen*innen im Zimmerer-, Maler-, Maurer- und Tischlerhandwerk stehen Fragen und Maßnahmen zur Energetischen Verbesserung von historischen Gebäuden im Fokus.

Seminarinhalte in der Übersicht: Gesetzliche und Persönliche Anforderungen zur Energieeinsparung am historischen Gebäude; Bauphysikalische Grundlagen; Möglichkeiten zur energetischen Verbesserung (Innendämmung, Außendämmung und Wandaufbauten); Haustechnik, Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe im historischen Gebäude; Energetische Verbesserung von historischen Gebäuden aus Sicht des Planers/des Ausführenden; Exkursion „Synagoge Heubach“. Die Seminargebühr beträgt 360,00 € und beinhaltet Seminarunterlagen und Getränke.

Seminarleitung: Dipl.-Ing. Uli Thümmler, Ingenieurbüro für Historische Baukonstruktionen, Hünfeld-Mackenzell und Dipl.-Ing. Jürgen Krieg; Krieg + Warth  Architekten, Eichenzell.

Praxisseminar für Maurer*innen: Backsteinmauerwerk

In diesem zweitägigen Werkstattseminar von Montag, 21. Februar bis Dienstag, 22. Februar 2022 werden praxisorientiert die wesentlichen Methoden in der Restaurierung von Backsteinmauerwerken dargestellt. Hierzu werden neben den materialspezifischen Grundlagen von Backstein, Ziegel und Mörtel auch die konstruktiven Besonderheiten historischer Ziegelmauerwerke beleuchtet.  Im Mittelpunkt stehen die bestandsschonende Restaurierung und Konservierung, sowie die Möglichkeiten der statischen Instandsetzung derartiger Mauerwerke. Das Seminar leitet Kay Neuling, Maurermeister aus Jemgum.

Die Seminargebühr für das zweitägige Praxisseminar beträgt 270,00 € inklusive Seminarunterlagen und Getränke.

Praxisseminar für Maurer*innen: Bögen und Gewölbe

Im Grundlagenteil dieses viertägigen Praxisseminars von Montag, 21. März bis Donnerstag, 24. März 2022 sollen die wesentlichen Inhalte ausgewählter Gewölbeformen aus konstruktiver, technologischer und materialtechnischer Sicht betrachtet werden. Hierzu werden die wesentlichen Bogen und Gewölbeformen konstruiert und deren Ausführungen besprochen. Im Aufbauteil dieses Seminars sollen anhand eines Übungsgewölbes die Herstellung von Kappen- und Bogenmauerwerke, sowie die technologischen Zusammenhänge für das freie Wölben und das Wölben auf Schalung geübt werden.

Die Seminarleitung hat Kay Neuling, Mauermeister aus Jemgum. Die Seminargebühr beträgt 430,00 € inklusive Seminarunterlagen und Getränke.

Fachseminar: Sanierungsmöglichkeiten bei feuchte- und salzbelastetem Mauerwerk

Die Planung und Ausführung von Maßnahmen zur Sanierung von historischem Mauerwerk stellen sowohl an Architekt*innen und Ingenieur*innen als auch an die Ausführenden hohe Anforderungen bei der Auswahl erfolgversprechender Sanierungstechniken und geeigneter Materialien.

Das Fachseminar am Dienstag, 29. März 2022, zeigt Schadensbilder und deren Ursachen auf. Die Darstellung der bauphysikalischen Hintergründe, der Feuchtemechanismen im Mauerwerk, der Entstehung und Wanderung der bauschädlichen Salze sowie deren Wirkungsmechanismen sollen dazu beitragen, Schadensursachen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu planen und auszuführen.

Die historischen und die für die Sanierung zur Verfügung stehenden Baumaterialien werden vorgestellt. Die zu erwartenden Probleme bzw. deren Lösungen für die Sanierungsarbeiten werden eingehend erörtert. Ebenfalls werden verschiedene Techniken zur Mauerwerkssanierung und ihre Eignung bzw. Nichteignung dargelegt. Konkrete Sanierungsbeispiele präsentieren die Möglichkeiten zeitgemäßer Nutzung der Bausubstanz.

Die Leitung des Seminars haben der Maurermeister Bernhard Gaul und der Bausachverständige Dr. Jürgen Legrum. Die Seminargebühr beträgt 230,00 € inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen und Getränke.

Mitglieder*innen der AKH und der IngKH erhalten durch die Teilnahme Fortbildungspunkte entsprechend den Kammerregelungen. Bei weiteren Kammern wird bei rechtzeitiger Anfrage ein Antrag auf Anerkennung gestellt. Zur Rezertifizierung „Energieberater*in für Baudenkmale“ wird eine anerkannte Bescheinigung über 8 Unterrichtseinheiten ausgestellt.

Weitere Informationen und zur Anmeldung kommen Sie hier.

Quelle: Propstei Johannesberg / Delia Roscher