10. Februar 2022

Kombination von WDVS mit keramischen Platten

Beim Projekt Villa NRW erhielt das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) auf jeder Etage eine andere Fassadenoberfläche. Foto: Saint-Gobain Weber / Olaf Rohl
Beim Projekt Villa NRW erhielt das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) auf jeder Etage eine andere Fassadenoberfläche. Foto: Saint-Gobain Weber / Olaf Rohl

Cosentino und Saint-Gobain Weber kombinieren Wärmedämm-Verbundsysteme mit Dekton®-Oberflächen zu einem neuen Fassadendesign.

Für den Geldbeutel und die Umwelt lohnt es sich, um Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu senken. Auch ästhetisch kann die Fassade individuelle und wertsteigernde Akzente setzen. Beim WDVS sind neben verschiedenen Oberputz-Variationen in diversen Farben nun auch geklebte Oberflächen für neue Fassadendesigns möglich.

„Kreative Gestaltungsoptionen machen Wärmedämm-Verbundsysteme noch attraktiver – sowohl im Neubau als auch bei der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden“, ist sich Alexander Schirra, Objektmanager bei Saint-Gobain Weber, sicher. „Die bautechnischen Prüfungen für alle Systemkomponenten von weber.therm style mit Dekton sind abgeschlossen, die allgemeine Zulassung des DIBT und die ETA erwarten wir 2022, und auch Referenzobjekte gibt es schon.“ Das System hat mit Glasoberflächen bereits 2016 den German Design Award gewonnen. Nun erweitert sich der planerische Gestaltungsspielraum nochmals um ein weiteres, faszinierendes Material.

Schlanke Dämmung mit 0,4 cm und 0,8 cm dünner Dekton®-Oberfläche

„Wir sind begeistert, dass Dekton nun auch auf WDV-Systemen zum Einsatz kommt“, sagt Ingo Riewenherm, Business Development Fassade, Cosentino Germany. „Es gibt bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade viele tolle Anwendungen der ultrakompakten Oberfläche. Die 0,4 cm dünne Ausführung Dekton Slim erfreut sich zudem im Interior Design großer Beliebtheit. Nun bieten sich damit neue Gestaltungsmöglichkeiten im Außeneinsatz.“

Dekton® besteht aus bis zu 20 natürlichen Mineralien, die in einem klimaneutralen Prozess unter hohem Druck und Hitze zu einer ultrakompakten Oberfläche sintern. Die Platten werden in fünf Stärken (0,4 cm, 0,8 cm, 1,2 cm, 2 cm und 3 cm) in großen Formaten von 320 cm x 144 cm hergestellt und kundenspezifisch zugeschnitten. Es gibt mehr als 50 verschiedene Farben und Texturen. Gestalterisch gibt es keine Limits, auch individuelle Designs sind möglich.

Große Gestaltungsmöglichkeiten für das WDVS

Wärmedämm-Verbundsysteme bewähren sich seit den 1960er Jahren bei der energetischen Optimierung der Gebäudehülle. Auf den Wandbildner werden dabei Dämmplatten aufgeklebt, danach eine Armierungsschicht und ein Putzsystem aufgebracht. WDV-Systeme bieten eine durchgängige Dämmung der Gebäudehülle – ohne Wärmebrücken durch Befestigungselemente. Das gängigste Oberflächenfinish bilden Edelputze in verschiedenen Farben und Strukturen. weber.therm style erweitert die Möglichkeiten der Fassadengestaltung um alle plattenförmigen Materialien, wie z.B. Glas, Naturstein oder keramische Platten wie Dekton®.

Bei der Installation wird mithilfe eines Laserscanners sichergestellt, dass die Gebäudehülle eben und lotrecht ist und ein detailliertes Aufmaß genommen. Die Fassadenplatten werden dann entsprechend der Werkliste zugeschnitten und vor Ort im Buttering-Floating-Verfahren auf das WDVS geklebt. Um das Handling zu erleichtern, werden i.d.R. Formate von bis zu 1 m x 2,25 m verwendet. Das Flächengewicht darf bis zu 75 kg/qm betragen.

Quelle: Cosentino / Delia Roscher