25. März 2022

Lehmfarbe ist gut für die Wohngesundheit

Der hohe Tonanteil in Lehmfarben regelt die Luftfeuchtigkeit und wirkt antistatisch. Foto: Kreidezeit – Safran-Ltd
Der hohe Tonanteil in Lehmfarben regelt die Luftfeuchtigkeit und wirkt antistatisch. Foto: Kreidezeit – Safran-Ltd

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Lehm verleiht Räumen durch seine matte Ästhetik eine ganz besondere Ruhe. Und auch sonst tut er dem Klima im Raum in jeder Hinsicht gut: Denn durch seinen hohen Anteil an Ton regelt er die Luftfeuchtigkeit und wirkt antistatisch.

Im Handel gibt es Produkte aus Lehm, die konsequent ökologisch sind. Lehmfarbe in Pulverform kommt im Gegensatz zu flüssiger Farbe völlig ohne Konservierungsstoffe aus. „Die Farbe wird vor dem Verarbeiten einfach mit Wasser angerührt“, erklärt Ulrich Bettentrup, Malermeister beim niedersächsischen Naturfarben-Spezialisten Kreidezeit. Das Unternehmen deklariert auf jeder Packung freiwillig alle Inhaltsstoffe. Auf dieser Liste sind Kunstharzbindemittel genauso wenig zu finden wie chemisch hergestelltes Titanweiß.

Palette von 250 Farbtönen

Als Bindemittel wird Pflanzenkasein verwendet. Zwei Kilogramm des Trockenpulvers reichen für 16 Quadratmeter Wandfläche, in der Regel sind zwei Anstriche zu empfehlen. Die Farbe kann auf frisch verputzten Wänden genauso aufgetragen werden wie auf schon vorhandenen Anstrichen mit beispielsweise Dispersionsfarbe. Allerdings sollte vorher die Haftfähigkeit geprüft werden. Dazu einfach in einer Ecke einen kleinen Probeanstrich aufbringen. Nach der Trocknung einen Streifen Klebeband fest andrücken und ruckartig abziehen, um sicher zu sein, dass die Lehmfarbe fest am Untergrund haftet.

          Mithilfe mineralischer Pigmente steht eine Palette von 250 Farbtönen zur Wahl, die sich miteinander kombinieren lassen. Foto: Kreidezeit – W. Heinemeyer                             

Lehmfarbe in Pulverform ist für die ganze Wohnung geeignet. Für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Küche und Bad rät der Kreidezeit-Experte allerdings eher zu Sumpfkalkfarbe, die sich durch Wasserfestigkeit und höhere Alkalität auszeichnet. Heller Ton und Marmormehle verleihen der Lehmfarbe einen weichen Weißton. Es geht aber auch farbig: Mithilfe mineralischer Pigmente steht eine Palette von 250 Farbtönen zur Wahl, die sich zusätzlich miteinander kombinieren lassen.

Quelle: Kreidezeit Naturfarben GmbH / Delia Roscher