26. Oktober 2022

Besser geschützt mit hydrophiler Oberfläche


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Um eine Fassade so langlebig wie möglich zu halten, ist eine hydrophobe, also wasserabweisende Oberfläche nötig. Das funktioniert am zuverlässigsten mit hydrophob eingestellten Putzen und Farben, die das Eindringen von Feuchte in die Beschichtung und ins Mauerwerk verhindern.

Wer einem kräftigen Regenguss ausgesetzt ist, weiß moderne Funktionsbekleidung zu schätzen. Sie verhindert, dass Wasser eindringt, lässt aber von innen kommende Feuchte ungehindert passieren. Der ideale Schutz einer Hausfassade funktioniert ebenso. Moderne Putze und Anstriche verhindern das Eindringen von Wasser in die Bausubstanz und sind zugleich diffusionsoffen. Trotzdem gibt es immer noch sogenannte hydrophil (Wasser liebende) saugende Putze, die bei Regen oder Nebel innerhalb weniger Stunden bis zu 1,5 Liter Wasser pro Quadratmeter aufnehmen. Damit ist die Feuchtigkeit im Wandaufbau. Die Folgen dieses Wassermanagements hat man im bis weit ins 20. Jahrhundert häufig gesehen: feuchte Fassaden und abgeplatzte Putze.

Übergewicht und Pilze

Was passiert, wenn Wasser von der Fassadenbeschichtung aufgenommen wird? Während die Oberfläche schnell wieder trocken ist und den Anschein eines intakten Wandaufbaus vermittelt, versteckt sich die Feuchte in der Bausubstanz. Insbesondere in Phasen hoher Luftfeuchte oder anhaltend schlechten Wetters verbleibt sie dort recht lange. Optisch und haptisch erscheint die Fläche trocken, aber der Untergrund ist feucht. Das beschert der Fassade ein physikalisches Problem: zu viel Gewicht. Und ein biologisches: Pilze lieben feuchte Milieus und benötigen kein Licht, um zu gedeihen.

Ein nasser Mantel wärmt nicht

Bei gedämmten Fassaden kann die aufgenommene Feuchtigkeit die Dämmwirkung um bis zu 50 Prozent senken. Heizkosten steigen, Schimmel droht, der Wert der Immobilie sinkt. Und ungedämmtes Mauerwerk verliert schon bei zehn Prozent Feuchtegehalt 77 Prozent seiner ohnehin bescheidenen Wärmedämmfähigkeit.

Feuchteschutz ist Anti-Aging für die Fassade

Eine nasse Fassade altert schneller als eine trockene – vor allem, wenn ihr Frost oder abträgliche Stoffe zusetzen. Dann bilden sich Eiskristalle, die das Putzgefüge sprengen. Risse und Abplatzungen sind die Folge und machen den Weg frei für noch mehr Wasser und Schlimmeres wie Rußpartikel oder Streusalze.

Tadellos trocken

Um diese früher weit verbreiteten Probleme in den Griff zu bekommen, wurden hydrophobe Oberflächen entwickelt. Moderne Fassadenputze und -farben auf Silikonharzbasis oder mit Lotus- bzw. Dryonic-Effekt verhindern, dass Wasser in die Bausubstanz eindringt. Flächen, die beispielsweise mit der bionischen Fassadenfarbe StoColor Dryonic gestrichen wurden, schützen nicht nur die Bausubstanz, sondern trocknen auch in Rekordzeit, indem sie selbst kleinste Tautröpfchen sofort ableiten. Die Fassade bleibt trocken und ist so langfristig vor Algen und Pilzen geschützt – ganz ohne den Einsatz von bioziden Filmschutzmitteln.

Quelle: Sto / Delia Roscher