03. November 2022

Mit den Besten messen

Marc Ebinger (l.) und sein Trainer Josef Gruber (r.) gingen den Wettbewerb voller Optimismus an. Foto: CMF / Wolfram Hülscher
Marc Ebinger (l.) und sein Trainer Josef Gruber (r.) gingen den Wettbewerb voller Optimismus an. Foto: CMF / Wolfram Hülscher

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Ende Oktober fanden die Special Edition der WorldSkills 2022 in Bordeaux statt. Marc Ebinger aus dem baden-württembergischen Pfullingen belegte dabei den achten Platz. Wir hatten Gelegenheit bei seinem Abschlusstraining im Berufsschulzentrum Leonberg mit ihm zu sprechen. Gemeinsam mit seinem Trainer Josef Gruber bereitete sich Marc intensiv auf die WorldSkills vor, welche ursprünglich in Shanghai stattfinden sollten, nun aber in Bordeaux stattfanden.

Marc, du wirkst sehr ruhig jetzt in der Vorbereitung. Erst solltest du nach Shanghai reisen, jetzt nach Bordeaux, stört dich das in deiner Vorbereitung?

Marc: In der Vorbereitung stört mich das eigentlich gar nicht. Weil den Plan für meine Aufgaben würde ich in Shanghai ebenso bekommen wie ich ihn jetzt in Bordeaux erhalten werde. Ich trainiere ganz normal und bereite mich auf die WorldSkills vor, genauso wie wenn der Wettbewerb in Shanghai stattfinden würde.

Was genau macht dir beim Training besonders Spaß?

Marc: Am meisten Spaß macht es mir wenn ich sehe, wenn mein Werkstück fertig ist. Dann sehe ich was ich geschafft habe. Und kann kontrollieren was ich richtig gemacht habe und was ich im Handwerk optimieren kann. Ich kann dann verbessern, was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Glücklich macht, das fertige Ergebnis zu sehen und wenn ich zufrieden mit meiner Arbeit bin.

Findest du auch in der Zeit der Vorbereitung auf Bordeaux auch mal Raum zur Entspannung?

Marc: Zeit zur Entspannung finde ich mit meiner Freundin oder mit Freunden.

Bereitest du dich auch mental vor?

Marc: Wir hatten von WorldSkill ein Mentaltraining, auch vom Zentralverband des Deutschen Bauhandwerkes hatten wir ein Mentaltraining. Zusätzlich habe ich nochmal ein eigenes Mentaltraining, welches mich optimal vorbereiten soll. 

Wie empfindest du die Unterstützung deiner aktuellen Teammitglieder*innen und ehemaliger Teammitglieder*innen des Nationalteams?

Marc: Einige ehemalige Teammitglieder sind gekommen, um mir beim Training zuzusehen. Die Teilnehmer der WorldSkills von den letzten Jahren waren auch da und mit denen konnte ich mich gut austauschen, wie der Wettbewerb läuft.

Was war dein erster Gedanke, als du erfahren hast, dass du zu den WordSkills reisen darfst?

Marc: Super, einfach nur super! Weil ich seit ich ins Nationalteam gekommen bin ich darauf hingearbeitet habe, an den WorldSkills teilzunehme. Und das von Anfang an mein Ziel war.

Was reizt dich besonders daran, an den WorldSkills teilzunehmen?

Marc: Ich wollte mich schon immer mit den Besten messen. Bei der Weltmeisterschaft machen die Besten der Besten mit. Da will ich dabei sein.

Welche Herausforderungen erwarten dich in Bordeaux?

Marc: Es beginnt bei der Konstruktion. Dadurch, dass ich jetzt 15 Wochen Training hatte und sämtliche Öffnungen, vom Sechseck bis zur Rundung gemacht habe, fühle ich mich top vorbereitet. Gerade durch meinen Trainer Josef Gruber, welcher mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Er hilft mir meine Leistung zu kontrollieren und zeigt mir, wo ich besser werden kann.

Wie sehen die konkreten Aufgaben in Bordeaux aus?

Marc: Ich kriege rechtzeitig einen Plan, was meine konkreten Aufgaben sind. Diese sind vor Beginn des Wettkampfes nur dem Prüfungskommite bekannt. Es handelt sich aber vermutlich um eine Verspachtelung eines vierseitigen Werkstücks mit Öffnungen.

Du investierst sehr viel Zeit in das Nationalteam. Empfiehlst du anderen, ebenfalls ins Nationalteam zu kommen?

Marc: Im Nationalteam hat man die Chance an neue Kontakte zu kommen. Man hat die Chance sich weiterzubilden. Man hat die Chance an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Wenn man sich für sein Handwerk interessiert und das auch voranbringen will, auch was den Ruf des Handwerks betrifft, ist das Nationalteam der Stuckateure einfach eine wunderbare Gelegenheit daran mitzuarbeiten, das Image weiterzuentwickeln und Werbung für den Beruf des Stuckateurs zu machen.

Marc Ebinger

Von September bis November 2022 werden in Europa, Nordamerika und Asien Berufswettkämpfe ausgetragen. An einem davon nahm Marc Ebinger teil. Aufgrund der aktuellen Situation finden die WorldSkills an verschiedenen Orten statt. Die Wettkämpfe werden vom 7. September bis zum 26. November ausgetragen. Marc Ebinger macht seine Ausbildung bei der Heinz und Stephan Ebinger Stuckateurfachbetrieb GmbH. Sein schönstes Erlebnis war für ihn den Gesellenbrief in den Händen zu halten. Seit 2021 ist er Mitglied im Nationalteam der Stuckateure. Sein Ziel ist 2023 sein Wissen an die kommende Generation weitergeben zu können und Stuckateurmeister zu sein.

Wolfram Hülscher