11. November 2022

Sicher und gesund auf der Baustelle

Der Wechsel der Jahreszeiten geht mit einem erhöhten Unfallrisiko einher. Foto: robsonphoto/stock.adobe.com
Der Wechsel der Jahreszeiten geht mit einem erhöhten Unfallrisiko einher. Foto: robsonphoto/stock.adobe.com

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Rutschgefahren durch Nässe und schlechte Sichtverhältnisse im Herbst erhöhen das Unfallrisiko auf Baustellen. Eine gute Vorbereitung auf die dunkle Jahreszeit hilft, die Sicherheit am Bau zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden. Die BG BAU gibt Hinweise, was zu beachten ist.

Überfrierende Nässe, Bodenfrost oder nasses Laub erhöhen die Unfallgefahr auf Baustellen. Rutschen, Stürzen, Stolpern – das kann zu schweren Verletzungen und langen Ausfallzeiten führen. Doch das lässt sich mit einfachen Mitteln vermeiden.

Sicher Gehen und Stehen

Um zu verhindern, dass Beschäftigte ausrutschen, müssen Arbeitsplätze und Verkehrswege regelmäßig von Laub befreit und geräumt werden. Je nach Witterung müssen Wege auch gestreut werden. Dasselbe gilt für Gerüste, Laufstege und Treppen. Sicherheitsschuhe mit einem starken Profil wirken zusätzlich rutschhemmend. Regen und Nässe sorgen aber nicht nur für einen rutschigen Untergrund, wie Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU, ausführt: „Regen kann die Standsicherheit beeinflussen. Stichwort Abrutschen von Böschungskanten. Insbesondere bei Starkregen ist eine erhöhte Vorsicht geboten.“

Passende Schutzkleidung

Helle und reflektierende Warnkleidung ist im Herbst und Winter das A und O. Vor allem bei schlechten Sichtverhältnissen oder Dunkelheit kann sie Unfälle verhindern und Leben retten. Die Anforderungen an Farbe und Leistungsklasse der Warnkleidung richten sich nach den jeweiligen Gefährdungen. Aber: Leuchtend und reflektierend muss die Warnkleidung sein. Sie sollte mindestens der Klasse 2, besser der Klasse 3 entsprechen. Mit Klasse 3 ist der Beschäftigte aus bis zu 150 Meter Entfernung erkennbar. Zudem schützt eine wasser- und winddichte Wetterschutzkleidung bei geringen Temperaturen vor Atemwegs- oder Gelenkerkrankungen.

Ausreichende Beleuchtung

Künstliche Lichtquellen sorgen für mehr Sicherheit. Deshalb müssen Unternehmen auf Baustellen für eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Arbeitsplätze sorgen. Hier bietet sich eine Beleuchtung mit einer breit strahlenden oder asymmetrischen Lichtverteilung an. Verkehrswege müssen mit mindestens 20 Lux beleuchtet werden. Arbeitsbereiche brauchen je nach Tätigkeit bis zu 500 Lux. Gefahrenbereiche und Verkehrswegen müssen besonders hervorgehoben werden, zum Beispiel durch eine andere Lichtfarbe oder hellere Beleuchtungsstärke. Lichtquellen müssen für einen zuverlässigen Einsatz regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Quelle: BG BAU / Delia Roscher