12. Januar 2023

Ältestes Pariser Baudenkmal saniert

Nach einer umfassenden Restaurierung erstrahlt der Obélisque de Luxor wieder in altem Glanz. Foto: Drac Ile-de-France
Nach einer umfassenden Restaurierung erstrahlt der Obélisque de Luxor wieder in altem Glanz. Foto: Drac Ile-de-France

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Seit 1836 steht der Obélisque de Luxor mitten auf dem Place de la Concorde, dem wohl verkehrsreichsten Platz in Paris. Nach vielen Jahren umgeben von der abgasbelasteten Großstadtluft hatte die Bausubstanz gelitten. 2022 wurde das Baudenkmal saniert.

Tatsächlich ist das mehr als 23 Meter hohe und 230 Tonnen schwere Baudenkmal aus Granit viel älter: Es stammt aus dem 13. Jahrhundert v. Chr., also in der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses II. Nach mehr als dreitausend Jahren – die letzten davon in der abgasbelasteten Großstadtluft – hatte die Bausubstanz schwer gelitten. Im Granitstein bildeten sich Vergitterungen und Risse, die mittels eines Bindemittels im KSE-Modul-System unter Zugabe von systemspezifischen Füllstoffen behandelt wurden.

Dabei trugen die Verarbeiter*innen zunächst das mit Füllstoffen angereicherte Bindemittel KSE 500 STE auf und verfestigten die Flächen. Das Bindemittel kann individuell eingefärbt werden und eignet sich daher dafür, die Optik historischer Bauwerke zu rekonstruieren. Da das Bindemittel mit Granulaten des Bauwerks – in diesem Fall Granitstücken – versetzt wird, kann die historische Anmutung präzise rekonstruiert werden.

Für die Restaurierung der Fassadenoberfläche wurden die Steinverfestiger KSE 300 E und KSE 500 E von Remmers verwendet. Foto: Drac Ile-de-France

Für die Instandsetzung tiefer Risse bot die Kombination der KSE 300 E und KS 500 E Steinfestiger eine verlässliche Systemlösung. Die beiden Produkte unterscheiden sich in ihren Gelabscheidungsraten und empfehlen sich demnach für unterschiedliche Applikationen der Festigung. KSE 300 E dringt aufgrund kleinerer Molekülgrößen tiefer in den Stein ein und kann anschließend mit KSE 500 E „frisch in frisch“ oder nach Aushärtung überarbeitet werden. Dieses eignet sich zum Ausfüllen größerer Risse und Schuppen. Zumindest für die kommenden Jahrzehnte dürfte die Substanz des Obelisken wieder gewappnet sein.

Hieroglyphen auf dem alten Obélisque de Luxor bleiben dank Remmers Produkten auch für folgende Generationen erhalten. Foto: Drac Ile-de-France

Quelle: Remmers / Delia Roscher