13. Januar 2023

Herbsttagung der EUROBAUSTOFF Fachgruppe Putze/WDVS

Die diesjährige Herbsttagung der EUROBAUSTOFF Fachgruppe Putze/WDVS fand in Frankfurt statt. Rund 60 Teilnehmer*innen folgten dem Ruf in die Mainmetropole. Foto: EUROBAUSTOFF
Die diesjährige Herbsttagung der EUROBAUSTOFF Fachgruppe Putze/WDVS fand in Frankfurt statt. Rund 60 Teilnehmer*innen folgten dem Ruf in die Mainmetropole. Foto: EUROBAUSTOFF

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Rund 60 Teilnehmer*innen aus 38 Gesellschafterhäusern kamen am 1. Dezember nach Frankfurt zur traditionellen Herbsttagung der EUROBAUSTOFF Fachgruppe Putze/WDVS.

Auf der Tagungsagenda stand – neben der aktuellen Entwicklung der Fachgruppe und einem Überblick zur Branchenentwicklung in anspruchsvollen Zeiten – der Zukunftsmarkt Sanierung im Fokus. Bevor es vor Ort in die inhaltliche Diskussion rund um die Themen ging, stelle Mario Mühlbauer, Bereichsleiter Hochbau, zunächst die Umsatzentwicklung im EUROBAUSTOFF Warenbereich Hochbau für die ersten zehn Monate des laufenden Geschäftsjahres vor. Danach erreichte der Hochbau im genannten Zeitraum ein Plus von 9,5 Prozent.

Im Segment Putze/WDVS lag das Umsatzplus bei 11,5 Prozent, das in erster Linie preisgetrieben sei. Mit Blick auf die Entwicklung der Fachgruppe konnte Mühlbauer, wie bereits im Frühjahr, auch auf der Herbsttagung von einer nahezu parallelen Entwicklung zum Gesamtsegment Putze/WDVS im Warenbereich Hochbau berichten.

Mit einem Ausblick auf 2023 ordnete Mühlbauer im Anschluss das aktuelle Marktgeschehen für die Fachgruppen-Mitglieder ein: „Noch ist die Pipeline bei Bauunternehmen und Handwerkern mit Aufträgen bis zum 2. Quartal 2023 relativ gut gefüllt. Spürbare Rückgänge wird als erstes das Neubaugeschäft erfahren und hier besonders der Bau von Eigenheimen. Auch der Neubau von Mehrfamilienhäusern wird zurückgehen. Umsatzchancen bietet weiterhin der Renovierungsmarkt und damit in erster Linie die energetische Sanierung. Wie sich der Markt hier entwickeln wird, hängt aber zum Teil von der weiteren Förderungspolitik ab. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Margen im nächsten Jahr zunehmend unter Druck geraten werden.“

Im Anschluss stelle Robin Szkudlarek, stellvertretende Fachbereichsleitung Putze/WDVS/Bauchemie, den Fachgruppen-Mitglieder*innen die Aus- und Weiterbildungsangebote der EUROBAUSTOFF Akademie vor, bevor er einen Ausblick auf die geplanten Einkaufsaktionen für 2023 gab. Noch vor der Mittagspause schaltete sich Kevin Thomas Curcio, Fachbereichsleitung Logistik & Entsorgung, per Video dazu und informierte das Plenum über das Thema „Entsorgung im Baufachhandel“. Dabei wies Curcio auf die gesetzliche Verpflichtung zur Entsorgung von Transportverpackung hin und stelle das kooperationseigene Rücknahme-System vor, das gewährleistete, dass alle Abfälle aus der Transportverpackung für die Gesellschafter kostenfrei entsorgt werden, wenn ein Anschluss an das System erfolgt ist. Ein weiterer Punkt war das Thema „Betriebliches Abfallmanagement“. Auch hier hat die EUROBAUSTOFF ein Serviceangebot für die Gesellschafter*innen entwickelt.

„Energetische Sanierung ganzheitlich gedacht“

Im zweiten Themenblock gab es eine Premiere: Erstmalig stand für die Fachgruppe eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, die den Zukunftsmarkt Sanierung unter der Überschrift „Energetische Sanierung ganzheitlich gedacht“ beleuchtete. Nach einem ersten Impulsvortrag des Bauingenieurs Ronny Meyer, der bundesweit als anerkannter Energiespar-Experte gilt, traten zunächst Gerhard Wellert, Vertriebsdirektor Putz/Fassade und Boden, Knauf Gips KG, sowie Marc Wallraff, Head of Commercial Business, Viessmann Deutschland, an das Mikrofon und gaben ihre Einschätzung zum Sanierungsmarkt ab, bevor Maximilian Hüller, Mitglied der Geschäftsleitung Kraft Baustoffe und Thorsten Weber, Stuckateur-Meister und vereidigter Sachverständiger, die Diskussionsrunde in Frankfurt verstärkten.

Inhaltlich ging es in erster Linie darum, sich gemeinsam über die Schaffung von regionalen Netzwerken aus Energieberater*innen, Handwerker*innen, dem Baufachhandel, der Industrie und den regionalen Banken bei der energetischen Sanierung auszutauschen und auf Praxistauglichkeit zu überprüfen. Tenor vor Ort: Der Baufachhandel ist in der vorgestellten Konstellation eines regionalen Netzwerkes, in der Pole-Position, um das Heft des Handelns in die Hand zunehmen und den Markt der energetischen Sanierung gemeinsam mit den Netzwerk-Partnern erfolgreich zu entwickeln.

Fachgruppen-Abend mit 130 Gästen

Abschließend freuten sich die Teilnehmenden auf den Fachgruppen-Abend, der traditionell mit geladenen Vertreter*innen aus der Industrie begangen wird. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede begrüßte Hartmut Möller, Geschäftsführer Einkauf und Gesellschafterbetreuung, zunächst die rund 130 Gäste, bevor er den inhaltlichen Faden der Fachgruppentagung aufgriff und die momentane Lage für die Branche skizzierte. Auch in einer Krise gebe es weiterhin Potenziale entlang der Wertschöpfungskette Bau. „In Summe sehen wir unsere Gesellschafter mit dem Dienstleistungscampus als Erfolgsmodell für unsere mittelständisch geprägte Kooperation sehr gut aufgestellt und sind daher vorsichtig optimistisch. Wir wollen den Herausforderungen einer vielschichtigen Krise wie der aktuellen weiterhin mutig entgegentreten und die Chancen, die sich auch in diesen Zeiten ergeben, nutzen. Dazu brauchen wir eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Industrie, Fachhandel und Fachhandwerk, die auf Vertrauen und Fairness basiert und für den Erfolg unseres Geschäfts in diesen Zeiten unerlässlich ist“, führte Möller in Frankfurt aus.

Die in den vergangenen Jahren stets erfolgte Lieferantenprämierung wird in diesem Jahr aufgrund der angespannten Lage in der Baubranche für die Fachgruppen der EUROBAUSTOFF ausgesetzt.

Quelle: EUROBAUSTOFF / Delia Roscher