01. Januar 2015

Neue Dimensionen

Ciling_Decke_2 Ausbau und Fassade - Neue Dimensionen

Nach einem Wasserschaden musste ein Immobilienbesitzer sein Badezimmer sanieren lassen. Er nutzte die Chance, um die alte Zimmerdecke mit einer eleganten Lösung zu verschönern - einer hochglänzenden, schwarz-weißen Spanndecke.

Geflutete Zimmer, feuchte Wände und beschädigtes Mobiliar – ein Horror­szenario für jeden Immobilienbesitzer. Wasserschäden durch Rohrbruch und unkontrollierter Wasserauslauf sind ebenso berüchtigt wie gefürchtet. Und genau das erlebten Hans Maurer und seine Freundin Ruth Winter. In Maurers Wohnung war über einen längeren Zeitraum hinweg unbemerkt hinter der Badewanne Wasser ausgelaufen und hatte einen riesigen Schaden angerichtet. Der hinzugezogene Gutachter riet ihnen, das Bad komplett zu ­sanieren. Hans Maurer sah dies als Chance, endlich seine Träume eines zum Schlafzimmer hin offenen Bades zu verwirklichen. So zogen sie einen Statiker hinzu und erkundigten sich nach eleganten Deckenlösungen, denn ein Raum kann noch so modern sein, wenn die Decke unansehnlich ist, stimmt der ganze Eindruck nicht. Ruth Winter hatte von ­einer Freundin den Tipp bekommen, sich in Ettlingen die Ausstellung von Roland Kölper anzuschauen. Dort haben sie nicht nur Informationen über die ­Ciling-Decken eingeholt, mit denen alte Zimmerdecken kaschiert werden können, sondern mit dem Gestalter auch einen kreativen Kopf kennengelernt, der aus ihren Wünschen und Vorstellungen ein konkretes Konzept erstellt und umgesetzt hat.

Ein Traum wird wahr
Im Bad wurde zunächst ein großer Teil der Wand zum Schlafzimmer heraus­geschlagen und durch eine Glasscheibe ersetzt. »Unser Traum wurde wahr«, erzählt Ruth Winter fasziniert. Für die Verkleidung der alten unansehnlichen Wasserrohre verwendete Kölper eine hochglänzende schwarze Spanndecke in Wellenform, damit die Konstruktion nicht zu starr wirkt, die er wiederum mit einer hochglänzenden weißen Spanndecke kombinierte. Hans Maurer: »Der Hingucker pur. Die Kombination der Farben und Formen gibt dem Raum erst den gewissen Pfiff.«
Nach der Komplettrenovierung des ­Bades störte es ihn aber, dass im jetzt nur durch eine Glasscheibe abgetrennten Schlafzimmer noch die alte Decke zu sehen war. Und da er und seine Freundin sich am liebsten eine komplett offene Wohnraumgestaltung wünschten, zog sich dieses »Problem« fast durch die ganze Wohnung. »Jetzt, da wir einmal mit dem Renovieren angefangen haben, konnten und wollten wir nicht mittendrin aufhören«, erzählt Maurer. So ließen sie Raum für Raum modernisieren. Zum Glück konnte er in dieser Zeit mit in die Wohnung von Ruth Winter ziehen, die praktischer­weise im gleichen Haus wohnte.

Wohnliches Flair
Durch den Wegfall einiger Mauern und Türen sowie die Verkleidung aller ­Zimmerdecken mit hochglänzenden weißen Ciling-Decken wirkt die ­ge­samte Wohnung heute nicht nur viel größer, sondern auch wesentlich heller und einladender als vorher. Der warme Terracotta-Ton des neuen Bodenbelages, dessen Farbe harmonisch von der Decke aufgenommen wird, sowie die weißen Säulen im Flur verleihen der Wohnung ein wohnliches Flair. Nachdem sie den Effekt der schwarzen Spanndecke im Bad erlebt hatten, entschieden sie sich auch in ihrer offenen Wohnküche für eine eher ungewöhn­liche Lösung – einen optischen Raumteiler an der Decke.
Kölper baute ihnen angrenzend an die weiße Spanndecke im Küchenbereich ein geschwungenes schwarzes Spanndeckenelement ein, das durch ein in die Schattenfuge integriertes LED-Band die beiden Räume optisch voneinander trennt. Für die beiden kleinsten und einzigen komplett geschlossenen ­Räume der Wohnung – Arbeitszimmer und Gäste-WC – wählten sie dann ausschließlich die schwarzen hochglänzenden Ciling-Decken, die aufgrund der Spiegelung die Räume wesentlich höher wirken lassen, als sie eigentlich sind.

Klang- und Lichtinszenierung
»Unglaublich, was für ungewöhnliche und schöne Effekte sich mit diesen Decken erzielen lassen«, zeigte sich Ruth Winter beeindruckt. Dank ­Roland Kölpers Ideen konnte Hans Maurer letztlich auch noch seinen seit Jahrzehnten gehegten Wunsch einer Klang- und Lichtinszenierung umsetzen. In Schlaf- und Wohnzimmer wurden die Zimmerdecken zunächst mit einem Akustikmaterial und dann erst mit den Spanndecken verkleidet. Alle Kabel sowie die gesamte Stereoanlage inklusive Lautsprecher verschwanden komplett hinter dieser einfachen wie praktischen ­Lösung. Per Fernbedienung kann Maurer nun auf Knopfdruck diese beiden ­Zimmer in Klang- und Lichtwelten verwandeln, ohne dass es Ärger mit ­den Nachbarn gibt. Von der Optik und Technik der Decken ist er gleichermaßen ­beeindruckt. Überhaupt haben ihn das Zusammenspiel und die Ausführung ­aller am ­Umbau beteiligten Handwerker überzeugt: »Jeder Raum ist – trotz der ­offenen Gestaltung – eine kleine Welt für sich.«

Abbildungen: Ciling                                                                                                                 Ausgabe: 4/2013

  1. Ciling_Decke_1 Ausbau und Fassade - Neue Dimensionen
  2. Ciling_Decke_2 Ausbau und Fassade - Neue Dimensionen