03. Mai 2016

(K)eine Sorge: Ablaufspuren an der Fassade

Produkte_Zero_500px Ausbau und Fassade - (K)eine Sorge: Ablaufspuren an der Fassade
Foto: Zero
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Experte Marcel Philipp gibt Tipps rund um das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS). Er ist Anwendungstechniker und Produktmanager bei Zero-Lack. Richten Sie Ihre Fragen oder Themenvorschläge per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wie kommt es zu hässlichen Ablaufspuren an einer neu beschichteten Fassadenfläche? Immer wieder – aber hauptsächlich im Frühjahr und Herbst – ist zu beobachten, dass kurze Zeit nach dem Ende der Beschichtung einer Fassadenfläche klebrige, farblose, glänzende Ablaufspuren auftauchen, die sich auch über angrenzende Bauteile oder Fenster erstrecken können. Diese unvorteilhafte Erscheinung ist auf klare Ursachen zurückzuführen: Kurz nach Fertigstellung des Beschichtungsauftrags können – besonders in den Nacht- und Morgenstunden – hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Regen wasserlösliche Bestandteile aus dem Anstrich lösen. Das sind zum
Beispiel Tenside, Emulgatoren oder andere Additive, die in den Beschichtungsstoffen benötigt werden, um Eigenschaften wie
Lagerungs- und Verarbeitungsfähigkeit oder Trocknungsverlauf zu unterstützen. Diese Bestandteile werden erst auf der abgetrockneten Oberfläche und dann als farblose, glänzende Ablaufspuren sichtbar. Die etwas klebrige Spur bindet dazu auch noch Staubpartikel an sich und wird so für den Betrachter auf der »neuen« Fassadenfläche immer auffälliger. Nachträgliche mehrfache Beregnung wäscht diese Laufspuren – bestehend aus immer noch wasserlöslichen Bestandteilen – aber wieder restlos ab. Qualität und Haltbarkeit des Anstrichfilmes
werden durch diesen Vorgang nicht beeinträchtigt! Achtung: Sollten die Flächen aus optischen Gründen trotzdem neu beschichtet
werden, ist ein Abwaschen dieser Ablaufspuren vor der Neubeschichtung zwingend notwendig, da sie sich sonst an der Oberfläche immer wieder abzeichnen werden.

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