01. Januar 2016

Wenn die Tapete von der Wand fällt

Epasit_Sanierung-1 Ausbau und Fassade - Wenn die Tapete von der Wand fällt

In einem Wohnheim in Delmenhorst musste das Erdgeschoss trockengelegt werden.
Die Feuchteschäden an der Innenseite der Außenwände waren groß, die Tapeten lösten
sich bereits ab. Im Jahr 2011 wurde eine Sanierung von innen und außen durchgeführt.

Als sich im Erdgeschoss die Tapeten ­lösten, war klar: Hier muss dringend ­etwas ­geschehen. Der Bausachverständige Martin Spickhoff von der Epasit Spezialbaustoffe GmbH erstellte nach gründlicher Analyse ein Gutachten, das den Sanierungsbedarf auflistete und ­einen praktikablen Weg für die Trockenlegung des Erdgeschosses empfahl.

Bestandsaufnahme zeigt Bausünden
Das Gebäude stammt vermutlich aus dem Jahr 1920, wurde in Ziegelbauweise auf Streifenfundamenten erstellt und teilweise unterkellert. Das zweischalige Außenmauerwerk wurde beim Umbau zu einem Wohnheim vor gut zwanzig Jahren mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVVS) ver­sehen. Der Fußboden im Erdgeschoss war bis zum Umbau im Jahr 1990 aus Holz und besaß eine Unterlüftung. Durch den stattdessen eingebrachten Betonfußboden konnte die Feuchtigkeit nicht länger entweichen.
Eine zu Bauzeiten errichtete Horizontalsperrbahn war nicht mehr intakt, somit wanderte die Feuchtigkeit im Mauerwerk nach oben.

Sanierung von innen und außen
Der Sockelbereich des ansonsten ­zweischaligen Mauerwerks war voll­gemauert, weshalb die Sanierung zum Großteil von außen erfolgen konnte. ­Lediglich auf der zur Straße zeigenden Giebelseite war eine Innenabdichtung alternativlos. Gleichzeitig wurde 2011 das vorhandene WDVS erneuert und im erdberührten Bereich erstmals verputzt. Die Gesamtfläche des sanierten Erd­geschosses beträgt rund 120 Quadratmeter.

Systematischer Feuchtestopp
Aufsteigende und kapillar wandernde Feuchtigkeit im Mauerwerk wurde zunächst durch das Einbringen einer Horizontalsperre verhindert.
Mit speziellen Injektionspackern und der Druckinjektage der flüssigen Mauer­sanit-Lösung »MSF« von Epasit konnte diese besonders schnell und materialsparend erstellt werden. Im Sockel­bereich innen wurden Putz- und ­Mörtelreste abgeschlagen, anschließend der Haftspritzbewurf aufgebracht. Auf diese Grundierung wurde ein ­Sanierputz aufgebracht, der dank ­hohem Porenvolumen und geringer Saugfähigkeit bei gleichzeitig guter Wasserdampfdurchlässigkeit die Austrocknung des Mauerwerks begünstigt. Die eingesetzten Baustoffe sind Teil ­eines langzeitbewährten Saniersystems und erfüllen die Auflagen der WTA, des Denkmalschutzes und der DIN EN 998-1.

                                                                                                                                    Ausgabe: 5/2012

  1. Epasit_Sanierung-1 Ausbau und Fassade - Wenn die Tapete von der Wand fällt
  2. Epasit_Sanierung-2 Ausbau und Fassade - Wenn die Tapete von der Wand fällt
  3. Epasit_Sanierung-4 Ausbau und Fassade - Wenn die Tapete von der Wand fällt