03. November 2008

Fachverband WDVS fordert ein klares Zeichen für den Klimaschutz

Das angekündigte Konjunkturprogramm für die Bauwirtschaft ist grundsätzlich ein richtiger Schritt. Der Fachverband Wärmedämmverbundsysteme sieht darin eine gute Chance für die Bundesregierung, ihre Klimaschutzbemühungen zu forcieren. "Allerdings ist das geplante ,Investitionspaket Schulen und Kitas' bei weitem noch nicht ausreichend", sagt Geschäftsführer Dr. Wolfgang Setzler. Die Unterstützung zur energieeffizienten Sanierung dürfe nicht nur darauf beschränkt sein. "Vielmehr muss das Programm für alle nicht energetisch sanierten Immobilien gelten."

In diesem Sinne hatte sich auch Björn Böhning (SPD) gegen pauschale Konjunkturprogramme ausgesprochen. Stattdessen mahnte er gezielte Hilfsprojekte bei der Gebäudesanierung und beim Klimaschutz an. "Beides ergänzt sich bei Maßnahmen zur Wärmedämmung von Gebäuden perfekt", erklärt Setzler. "Derzeit gibt es einfach keinen ökonomisch und ökologisch sinnvolleren Weg, Energie zu sparen und CO2 zu vermeiden."

Wie notwendig die Sanierung des Wohngebäudebestandes ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Nach den Zahlen im "CO2-Gebäudereport 2007" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gibt es in Deutschland rund 17,3 Millionen Wohngebäude mit 39 Millionen Wohneinheiten. Davon wurden 75 Prozent vor 1979 errichtet und ein großer Teil davon ist energetisch nicht ausreichend saniert. Deshalb entfallen rund 40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs auf Wohngebäude. "Diese Zahlen zeigen dramatisch den dringenden Handlungsbedarf", so der Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämmverbundsysteme. "Mit den geplanten Konjunkturprogrammen kann die Bundesregierung ein klares Zeichen setzen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernst meint."