30. Juni 2009

Preise für energie-effiziente Gebäude verliehen

09-06-30%20dena%20Berlin-0092_300dpi Ausbau und Fassade - Preise für energie-effiziente Gebäude verliehen
Das in Berlin neu gebaute Mehrfamilienhaus ist einer der Preisträger. (Foto: dena)
Deutschlands größter Wettbewerb für zukunftsfähiges Wohnen ist entschieden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, haben am 29. Juni in Berlin gemeinsam mit den Partnern des Wettbewerbs »Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur« die Sieger prämiert. 580 Eigentümer und Architekten hatten sich mit sanierten und neuen Wohngebäuden um insgesamt 120.000 Euro Preisgeld beworben. Ausgezeichnet wurden 18 Wohngebäude, die einen geringen Energieverbrauch mit guter Architektur am besten in Einklang gebracht haben.


Beim Bauen und Sanieren standen die Bauherren vor unterschiedlichen Herausforderungen, die jeder individuell gemeistert hat. Die prämierten Mehrfamilienhäuser des Büros »Siedlungswerkstatt« aus Konstanz beispielsweise zeigen, wie sich anspruchsvolle Architektur mit ökologischen und sozialen Wohnkonzepten gewinnbringend kombinieren lässt. Die von den Architekten Schäfer und Melcher sanierten Mehrfamilienhäuser in Speyer und Mannheim der Firma Osika sind behutsam sanierte Denkmäler, die für die nachfolgenden Generationen mit zeitgemäßer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet sind.


Die insgesamt 18 Gewinner wurden in den Kategorien »Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser«, »Neubau Mehrfamilienhäuser«, »Sanierung Ein- und Zweifamilienhäuser«, »Sanierung Mehrfamilienhäuser« und »Beste denkmalgeschützte Gebäude« ausgewählt. Die Sanierungsgebäude erreichen mindestens den in der Förderung der KfW Bankengruppe festgelegten energetischen Standard »Effizienzhaus 70«, die Neubauten den Standard »Effizienzhaus 55«. Alle Gebäude benötigen deutlich weniger Energie, als der Gesetzgeber verlangt. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld von 6.666 Euro.


Preisträger


Kategorie Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser:

  • Nicole Faber + Johannes Ellinger, Ulm

  • Hans Drexler, Frankfurt

  • Dagmar & Markus Merz, Langerringen


Kategorie Neubau Mehrfamilienhäuser:

  • Bauherrengemeinschaft Fam. Meinhold, München

  • Baugruppe Tannenhof, Konstanz

  • Baugruppe Zogelmannstraße, Konstanz

  • e3 Bau-GbR, Berlin


Kategorie Sanierung Ein- und Zweifamilienhäuser:

  • Hans-Peter Hild, Nürnberg

  • Beate & Matthias Koch, Köln

  • Dieter Kowalczik, Koblenz


Kategorie Sanierung Mehrfamilienhäuser:

  • Spitalstiftung & Spar- und Bauverein Konstanz e.G., Konstanz

  • Eigentümergemeinschaft Schütt/Marroni, Kiel

  • Klemens Osika, Speyer

  • Siemens Wohnungsgesellschaft mbH& CO. OHG, München


Kategorie Beste denkmalgeschützte Gebäude:

  • Martin Möllenkamp, Westerkappeln (bei Osnabrück)

  • Dr. Alexandra Osika, Mannheim

  • Karel & Steffi Golta, Hamburg

  • Reiner Wohlgemuth, Pobershau (Sachsen)


»Der Wettbewerb zeigt, dass Energieeffizienz und gute Architektur keine Gegensätze sind. Mit der Ausstellung zum Wettbewerb werden wir noch mehr Architekten, Eigentümer und Bauherren für energieeffizientes Bauen und Sanieren begeistern. Alle Preisträger haben energetische Optimierung und eine hohe Baukultur vorbildlich miteinander vereint. Die eingereichten Beiträge von Kiel bis Konstanz setzen Maßstäbe für modernes und zukunftsfähiges Bauen. So erhalten wir unsere Städte lebenswert und schützen unsere Umwelt«, sagt Bundesbauminister Tiefensee.


Dena-Chef Kohler ergänzt: »40 Prozent der in Deutschland insgesamt verbrauchten Energie entfallen auf den Gebäudebereich – und die Einsparpotenziale sind enorm. Effizienzhäuser sorgen mit ihrem geringen Energiebedarf langfristig für eine hohe Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung, für Kostensicherheit und Wertstabilität. Die im Wettbewerb ausgezeichneten Häuser sind mustergültig für jeden Bauherren in Deutschland.«


Die KfW Bankengruppe, der Bundesverband deutscher Fertigbau und die Yello Strom GmbH haben den Wettbewerb als Partner unterstützt. Der Wettbewerb zeige, dass energieeffizientes und attraktives Wohnen keine Zukunftsmusik mehr sei – so der einhellige Tenor.