24. Februar 2010

Hochbaugenehmigungen in Hessen rückläufig

Im Jahr 2009 gaben die hessischen Baubehörden insgesamt 4,2 Millionen Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche zum Bau frei. Das waren gut zwölf Prozent weniger als 2008. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden 2009 rund 5.040 neue Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser mit zusammen 9.760 Neubauwohnungen genehmigt. Das waren fünf Prozent weniger als 2008. Dabei wirkten die Aktivitäten privater Bauherren dem Negativtrend etwas entgegen. Einfamilienhäuser legten erstmals seit drei Jahren wieder zu (im Vergleich zu 2008 um zwölf Prozent). Sie konnten jedoch die Abnahme der Wohnungszahl in neuen Zwei- und Mehrfamilienhäusern nicht kompensieren.


Zudem ging die Zahl der Wohnungen, die bei Umbaumaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden entstehen sollen, zurück. Diese Entwicklung der einzelnen Segmente führte dazu, dass insgesamt mit 11.230 rund sieben Prozent weniger Wohnungen als 2008 zum Bau freigegeben wurden.


Im Nichtwohnbausegment verminderte sich – vor allem bedingt durch die Zurückhaltung der Bauherrengruppe der Unternehmen – die Nutzflächennachfrage um 18 Prozent. Positiv zu vermerken ist, dass die öffentliche Hand als Bauherr der Talfahrt bei den Nichtwohngebäuden entgegensteuern konnte. Als Wirkung der zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise beschlossenen Sonderinvestitionsprogramme wurden von öffentlichen Bauherren 22 Prozent mehr Nutzfläche beantragt als im Jahr zuvor.


Der höhere Flächenbedarf wurde zudem ausschließlich bei sonstigen Nichtwohngebäuden, zu denen neben vielen anderen auch die besonders geförderten Schul-, Kindergarten- und Hochschulbauten gehören, angemeldet. Bei den anderen Gebäudearten wurde dagegen bis fast zur Hälfte weniger Nutzfläche ermittelt.