29. April 2010

Umsatz von Bosch Power Tools geht 15 Prozent zurück


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Der Bosch-Geschäftsbereich Power Tools hat im Jahr 2009 die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gespürt. Der Umsatz mit Elektrowerkzeugen und Zubehör sank um 15 Prozent auf rund drei Milliarden Euro. Damit entwickelte sich Bosch allerdings - wie bereits in den vergangenen Jahren - besser als der Weltmarkt für Elektrowerkzeuge, der 2009 um 16 Prozent auf 17 Milliarden Euro geschrumpft ist. Für 2010 erwartet der Bosch-Geschäftsbereich, dass sich der Elektrowerkzeug-Markt leicht erholen wird.


»Wir wollen auch in diesem Jahr schneller wachsen als der Markt«, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Power Tools. »Insbesondere in Asien rechnen wir mit einer wesentlichen Steigerung des Umsatzes. In Europa und Nordamerika werden die Umsätze leicht über dem Vorjahr liegen.«


Bosch hat 2009 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wichtige Marktanteile gewonnen. So konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Position als Weltmarktführer bei handgehaltenen Elektrowerkzeugen und Zubehör weiter ausbauen. Auch bei Messwerkzeugen erlangte Bosch nach der Akquisition von CST/Berger weltweit eine Spitzenposition.


Im Gartenbereich nimmt das Unternehmen weltweit die zweite Position ein. In Europa konnte Bosch bei elektrischen Gartengeräten sogar die Marktführerschaft übernehmen, was ein Jahr zuvor bereits in Deutschland gelungen ist.


Bei Stationärgeräten wie Tischkreissägen verbesserte sich die Position von Platz fünf auf Platz drei.


»Dank dieser breiten Aufstellung, über die kein Wettbewerber verfügt, konnten wir Marktrückgänge im gewerblichen Segment teilweise durch das Heimwerker- und Gartengeschäft ausgleichen«, sagte Hartung.


Im Geschäftsjahr 2009 hat Bosch Power Tools 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielt. Vor allem in Asien-Pazifik und Nordamerika entwickelte sich der Geschäftsbereich wesentlich besser als die Branche und konnte Marktanteile gewinnen. In Nordamerika steht dem Umsatzrückgang von sieben Prozent eine Abnahme des Marktvolumens von 13 Prozent gegenüber. In Deutschland ist es gelungen, ein Wachstum von einem Prozent zu erzielen und einen Prozentpunkt Marktanteil zu gewinnen – zu Lasten von "No Names" und Handelsmarken. Dieser Trend zu höherwertigen Produkten zeigt sich auch in der Verringerung des wertmäßigen Marktvolumens in Deutschland um zwei Prozent bei gleichzeitiger Reduzierung der Stückzahlen um fünf Prozent.


37 Prozent des Umsatzes mit neuen Produkten

Basis der guten Position ist die Innovationskraft des Unternehmens. So erzielte Bosch Power Tools 37 Prozent des Umsatzes mit Produkten, deren Markteinführung weniger als zwei Jahre zurücklag. Dieser Kurs wird konsequent fortgesetzt. So werden in diesem Jahr mehr als hundert Neuheiten vorgestellt. Für die Handwerker hat Bosch Akkuschrauber mit der kürzesten Bauform in der 10,8 V Klasse entwickelt. Ein Spitzenprodukt ist auch der 27-kg-Abbruchhammer GSH 27 VC Professional mit 50 Prozent mehr Abtragsleistung und 50 Prozent weniger Vibrationen als das Vorgängermodell.


Im Heimwerkerbereich setzt Bosch auf kompakte, nach Verwenderwünschen in die Klassen »Easy«, »Universal« und »Expert« eingeteilte Schlagbohrmaschinen und Stichsägen. Zudem werden in den Spannungsklassen 14,4 Volt und 18 Volt neue Gerätefamilien angeboten, bei denen sich erstmals die Lithium-Ionen-Akkus zwischen den Geräten austauschen lassen.


Die Beschäftigtenzahl bei Bosch Power Tools verringerte sich 2009 weltweit um rund 500 Mitarbeiter auf rund 17.500 Mitarbeiter. Die Rückgänge erfolgten vor allem in Nordamerika und in Europa. In Deutschland konnte Bosch Power Tools die Mitarbeiterzahl von rund 3 000 weitgehend stabil halten.