05. Mai 2010

Üba Leonberg: Zehnter Girls' Day bei den Stuckateuren

10-05-05%20girlsday%20leonberg1 Ausbau und Fassade - Üba Leonberg: Zehnter Girls' Day bei den Stuckateuren
Mit Feuereifer dabei waren 20 Mädchen der Klassenstufen 5 bis 10 im Bildungszentrum für Ausbau und Fassade in Leonberg. (Foto: Melanie Weis/redaktion24.de)
Zum zehnten Mal fand am 22. April der Girls‘ Day im Bildungszentrum für Ausbau und Fassade in Leonberg statt. Der praktische Einblick in die Berufswelt der Stuckateure war für die Mädchen wieder ein bleibendes Erlebnis. »Wann dürfen wir auch so was machen?« fragten 20 begeisterte Mädchen schon während der Einführungsfilme, die über die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder des Stuckateurs informierten. Frank Schweizer, Leiter des Bildungszentrums, spannte sie nicht lang auf die Folter. Nach einer Begrüßungsbrezel und dem kurzen Einführungsfilmen entließ er sie sogleich in die Werkstatt. Dort sollten die Ausbilder, unterstützt von Auszubildenden, den Mädchen fünf typische Arbeiten eines Stuckateurs vorstellen.


Voller Tatendrang konnten die Mädchen es kaum erwarten, selbst Hand anzulegen. Glücklicherweise hatte Ausbildungsmeister Bernd Ligendza und seine Azubis ausreichend viele Musterplatten vorbereitet, so dass

10-05-05%20girlsday%20leonberg2 Ausbau und Fassade - Üba Leonberg: Zehnter Girls' Day bei den Stuckateuren
Stolz präsentiert Dilara ihre selbst gestaltete Musterplatte. (Foto: Melanie Weis/redaktion24.de)
die Mädchen sofort loslegen konnten. Mit Feuereifer stürzten die sich denn auch sofort auf die Arbeit. Unter fachkundiger Anleitung lernten sie verschiedene Techniken zur Oberflächengestaltung kennen. Das kreative Schaffen machte den Mädchen so viel Spaß, dass sie in der Mittagspause schon nach sieben Minuten Spagetti-Essen fragen, wann es denn endlich weiter gehe.


Stolz erzählt Dilara, die an normalen Tagen auf die Konrad-Kocher-Schule in Ditzingen geht, wie das Muster auf der Musterplatte zustande gekommen ist. »Erst habe ich die Platte grün grundiert und dann mit einem orangefarbenen Ton verfeinert. Für die Struktur habe ich mit einem breiten Pinsel zuerst ein Wellenmuster in die zwei Farben gemalt und anschließend mit dem Pinsel getupft.« Von den Techniken und der kreativen Arbeit sind schnell alle Mädchen begeistert. Und vom Stuckateurberuf selbst? Dilara ist beeindruckt, dass auch Frauen in einem Männerberuf erfolgreich sein können.


Als anspruchsvolle Technik stellt Bernd Ligendza zum Schluss noch den Natursteinputz vor. Sofort drängen sich die Mädchen um den Ausbildungsmeister. Jede will als erste eine Musterplatte bearbeiten. Auch Giulia. Sie geht in die 5. Klasse des Keppler-Gymnasiums in Pforzheim und ist von der Technik total begeistert. Auch sie findet den Beruf des Stuckateurs sehr interessant, denn sie mag künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten. Außerdem überlegt sie sich, mal ein Praktikum als Stuckateur zu absolvieren. »Ich kann mir schon gut vorstellen, mit solch einer Tätigkeit später mein Geld zu verdienen!«

Melanie Weis


Weitere Informationen:
www.stuck-komzet.de
Kompetenzzentrum für Stuckateure


10-05-05%20girlsday%20leonberg3 Ausbau und Fassade - Üba Leonberg: Zehnter Girls' Day bei den StuckateurenDer gut gelaunte Ausbildungsmeister Bernd Ligendza brachte den Mädchen die richtigen Kniffe bei, um ihre Musterplatten in kleine Kunstwerke verwandeln zu können. (Foto: Melanie Weis/redaktion24.de)