17. Mai 2010

NRW: 551 Projekte zeigen sich beim Tag der Architektur

Mit genau 551 Bauten sind in diesem Jahr mehr neue Bauwerke, Quartiere, Gärten und Parks als je zuvor am »Tag der Architektur« in Nordrhein-Westfalen zu besichtigen. Am 26. und 27. Juni laden Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner gemeinsam mit ihren Bauherren in 185 Städten und Gemeinden zum Besuch neuer und erneuerter Bauwerke ein. Unter dem bundesweiten Motto »Horizonte!« wollen sie Interessierten ein Live-Erlebnis von spannender Architektur bieten und für Gespräche zur Verfügung stehen. Der Print-Katalog, in dem alle 551 Objekte in Wort und Bild vorgestellt werden, kann ab sofort kostenlos bei der Architektenkammer NRW bestellt werden.


»Der Tag der Architektur will Anregungen und Inspiration für eigene Projekte bieten«, erklärt Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer NRW, das Ziel des Architekturwochenendes, das in Nordrhein-Westfalen bereits zum 15. Mal stattfindet. Der besondere Reiz ergibt sich für die zu erwartenden rund 40.000 Besucherinnen und Besucher aus der Tatsache, dass die große Mehrzahl der Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offen stehen.


Am Tag der Architektur ist das anders: Architekten und Nutzer laden zu einem zwanglosen Eintreten und Kennenlernen ein – in Privathäuser, aber auch in Bauwerke für Büro und Verwaltung, Schule und Bildung, Senioren und Kinder, Handwerk und Gewerbe. Neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen können die Besucher auch im direkten Dialog mit den Fachleuten vor Ort Fragen erörtern, Probleme lösen und Positionen diskutieren.


Trends und Perspektiven
Der »Tag der Architektur« ist dabei immer auch ein Seismograf für Entwicklungen, die das Planen und Bauen aktuell und in den nächsten Jahren bestimmen werden. So finden sich in diesem Jahr sehr viele Beispiele für die Fortentwicklung und Aufwertung von Altbauten und für Maßnahmen im Gebäudebestand: Modernisierungen von Wohnhäusern der 1960er- und 1970er-Jahre, An- und Aufbauten bei Einfamilienhäusern, energetische und gestalterische Verbesserungen von Mehrfamilienhäusern und Wohnsiedlungen, Aufwertungen älterer Gebäude durch Projekte im Bereich der Innenarchitektur und der Freiraum- und Gartengestaltung. Damit spiegelt der Tag der Architektur wider, was seit einigen Jahren Realität ist: Zumindest im Bereich des Wohnungsbaus liegen die großen Aufgaben und Herausforderungen in der Pflege und Fortentwicklung des Gebäudebestandes – für Architekten und Eigentümer gleichermaßen.


Spektakuläres und Exemplarisches 2010
Zu den spektakulären Bauwerken, die am 26. und 27. Juni besichtigt werden können, gehören beispielsweise der neue Büroturm »Sky Office« in Düsseldorf (Ingenhoven Architects), das »Haus der Essener Geschichte« (AFS Ahlbrecht – Felix – Scheidt Generalplaner), die erste Solarsiedlung »Das Passivhaus« in Münster (ajp – Architekten Jörg Petzold), der Umbau des Colani-Ufos in Lünen (Architekten Marius Scheffer und Thomas Schmidt) und die Sanierung der Universitäts- und Landesbibliothek in Bonn (Architekten Becker + Partner).


Aber auch zahlreiche kleinere Baumaßnahmen wie der »Umnutzung eines Kutschenhauses« zum Wohnhaus in Korschenbroich (Marco Glashagen Innenarchitektur), die Gartenneugestaltung eines Wohnhauses zu einer »Wasserlandschaft zum Wohlfühlen« in Kranenburg (Landschaftsarchitekt Martin Hiller) und ein »Individuelles Generationenhaus« in Frechen (stkn Architekten) greifen aktuelle Trends und Themen auf.


Viele Besucher werden sicherlich auch die Vorstellung des Landschaftsarchitekturkonzepts der aktuellen Landesgartenschau 2010 in Hemer (Geskes Hack Landschaftsarchitekten) und die Präsentation der »Neuen Bahnstadt Opladen« (B.A.S. Kopperschmidt + Moczala) anlocken.


Hintergrund
Der »Tag der Architektur« hat sich als Architektur-Event im Juni fest etabliert. Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner sind jeweils vor Ort, um gemeinsam mit ihren Auftraggebern die neue Architektur zu erläutern und Fragen der Besucher zu beantworten. Auf diese Weise gewinnen Bauherren und Architekturfreunde einen breiten Überblick über aktuelle Architektur und das Planungsgeschehen in unserem Bundesland. Die Landesinitiative »StadtBauKultur NRW« hat den »Tag der Architektur« zu einem ihrer zentralen Projekte erklärt.


Am »Tag der Architektur« können alle Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner teilnehmen, die in den vergangenen fünf Jahren Bauwerke in NRW realisiert haben; für Objekte der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung gilt eine Frist von acht Jahren.


Katalog kostenlos bestellen
Alle Objekte, die am »Tag der Architektur« in Nordrhein-Westfalen besucht werden können, sind in einer Internet-Datenbank mit Foto und Kurzbeschreibung sowie den Öffnungszeiten abrufbar (www.aknw.de).


Darüber hinaus stellt die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen alle Bauten und Objekte zum »Tag der Architektur 2010« in einem umfangreichen Katalog vor, der kostenlos bezogen werden kann.


Bezugsadresse:
Architektenkammer NRW
Zollhof 1
40221 Düsseldorf
Tel. 0211/49 67-12 oder -713
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!