25. Mai 2010

Erfolgreiches Geschäftsjahr für die dena

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2009 trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage weiter verbessert. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 22,9 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss beträgt 1,1 Millionen Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 152. Das geht aus dem Abschlussbericht 2009 hervor, der vergangene Woche dem dena-Aufsichtsrat vorgelegt und verabschiedet wurde.


»Die dena hat sich als Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und regenerative Energien hervorragend entwickelt, national und international«, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.


Mit den beiden neuen Geschäftsbereichen Energiesysteme und Energiedienstleistungen und Internationale Kooperation hat sich die dena strategisch für die Energiemärkte der Zukunft aufgestellt. Zu den wichtigsten Projekten gehörten hier die dena-Netzstudie II, die Aktualisierung der dena-Kraftwerksstudie, eine Studie zum Ausbau von Stromspeichern und die Etablierung des Labels Good Practice Energieeffizienz. Mit dem neuen Geschäftsbereich Internationale Kooperation baut die dena ihre Auslandsaktivitäten weiter aus. Die im Juli 2009 gegründete Russisch-Deutsche Energie-Agentur (rudea), an der die dena mit 40 Prozent beteiligt ist, konnte erfolgreich auf dem russischen Markt etabliert werden. Mit der "rudea" wurde für deutsche Unternehmen eine sehr erfolgreiche Plattform für den Export von Effizienztechnologien nach Russland geschaffen. Darüber hinaus wird die dena ihre Aktivitäten in Belarus und in der Ukraine verstärken.


Auch die verschiedenen dena-Projekte in China entwickeln sich sehr positiv. Auf der größten Baukonferenz in China konnte die dena das Thema energieeffizientes Bauen erfolgreich positionieren. In der deutsch-chinesischen strategischen Arbeitsgruppe, die die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China konkretisiert, wurde ein umfangreiches Arbeitsprogramm beschlossen, das unter anderem den Wiederaufbau einer vom Erdbeben zerstörten Schule auf hohem Effizienzniveau in der Provinz Sichuan beinhaltet, an dem die dena beteiligt ist.


»In Deutschland läuft derzeit die spannendste Energiediskussion weltweit«, so Kohler. »In keinem anderen Industrieland debattieren Politik, Wirtschaft und Industrie so intensiv über so grundlegende Änderungen im Energiesystem. Es geht vor allem darum, Erzeugung, Transport, Speicher und Nachfrage intelligent miteinander zu vernetzen. Die dena entwickelt in ihrer Netzstudie II konkrete Vorschläge, wie das Verbundnetz ausgebaut und optimiert werden muss, um im Jahr 2020 rund 34 Prozent regenerativen Strom integrieren zu können und gleichzeitig weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten.« Die Ergebnisse der Studie werden auch Eingang in das neue Energiekonzept der Bundesregierung finden. Die dena wird sich in Zukunft verstärkt mit der Frage beschäftigen, wie die technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen geändert werden müssen, um auf der einen Seite den Ausbau von regenerativen Energietechnologien zu fördern und auf der anderen Seite den Erhalt des integrierten Industriestandorts Deutschland zu garantieren. Dabei wird insbesondere die Diskussion über eine Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes eine wichtige Rolle spielen.


Die etablierten dena-Dachmarken Zukunft Haus und Initiative Energie-Effizienz wurden im Geschäftsjahr 2009 erfolgreich fortgeführt und erweitert, zum Beispiel durch das dena-Gütesiegel Effizienzhaus und das Projekt Energieeffiziente Kommune. Große Resonanz fanden die Bauwettbewerbe »Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur« und »Mehr Wert – Wärme aus Erneuerbaren Energien«. Auf der Hannover Messe war die dena erneut mit dem World Energy Dialogue und der Verleihung des Energy Efficiency Award präsent. Der Bereich Energieeffiziente Verkehrssysteme baute die Initiative "ich & mein auto" weiter aus, unterstützte Unternehmen und Kommunen bei der Verbesserung des Mobilitätsmanagements und erschloss sich mit einer Studie über Erdgas und Biomethan im Kraftstoffmix ein wichtiges neues Thema.


Für den Geschäftsbereich Regenerative Energien stand die Exportinitiative Erneuerbare Energien und das Solardachprogramm im Mittelpunkt. Hinzu kamen der Ausbau der Biogaspartnerschaft und die Vorbereitung eines bundesweiten Biogasregisters. Mit den 2009 erstmals veranstalteten Deutsch-Amerikanischen Energietagen leistete die dena kurz nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama einen wichtigen Beitrag zur transatlantischen Zusammenarbeit in Sachen erneuerbare Energien.


Erstmalig wird die dena dieses Jahr am 12. und 13. Oktober einen großen Energieeffizienzkongress durchführen. Unter dem Titel »Energie-Systeme-Zukunft: Strategien für Märkte und Politik« wird der Kongress vor allem das Energiesystem als Ganzes im Blick haben: von der Ausschöpfung der vorhandenen Effizienzpotenziale beim Energieverbrauch über den Ausbau erneuerbarer Energien und deren Netzintegration bis hin zur effizienten Vernetzung aller am Energiesystem beteiligten Akteure.


Mehr zum dena-Energieeffizienzkongress 2010 unter: www.dena-kongress.de