07. Juni 2010

NRW: 11,5 Prozent mehr Insolvenzen im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2010 wurden bei den nordrhein-westfälischen Amtsgerichten 10.186 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 11,5 Prozent mehr als im ersten Vierteljahr 2009 (damals: 9.132 Fälle). Die Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte für die ersten drei Monaten dieses Jahres auf voraussichtlich 1,8 Milliarden Euro (Januar bis März 2009: 2,0 Milliarden Euro). 2.936 dieser Insolvenzen betrafen Unternehmen. Das waren 13,4 Prozent mehr als von Januar bis März des Vorjahres (damals: 2.590 Fälle).


Außerdem beantragten 7.250 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Darunter befanden sich 6.725 Verbraucher (Personen, die nicht selbstständig tätig sind, wie zum Beispiel Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Arbeitslose). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war um 13,1 Prozent höher als im ersten Quartal 2009 (damals: 5.947 Fälle).


Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Unternehmensinsolvenzen Fälle von Unternehmen enthalten sind, deren Sitz außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegt, aber deren Insolvenzabwicklung an einem nordrhein-westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei den (im ersten Quartal 2010) betroffenen 14 Unternehmen summierten sich die voraussichtlichen Gläubigerforderungen auf 17,5 Millionen Euro.