16. Juni 2010

Handwerk macht im 1. Quartal 6,7 Prozent weniger Umsatz

Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk im ersten Quartal 2010 um 6,7 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2009. Damit waren die Umsätze, verglichen mit dem jeweiligen Vorjahresquartal, zum sechsten Mal in Folge rückläufig. Stark rückläufige Umsätze verzeichnete mit –12,9 Prozent das Bauhauptgewerbe. Hier wirkte sich unter anderem der relativ strenge Winter 2010 aus. Das Ausbaugewerbe konnte hingegen seinen Umsatz um 2,4 Prozent steigern.


Der größte Umsatzrückgang wurde mit –14,7 Prozent im Kraftfahrzeuggewerbe gemeldet. Das Auslaufen der Umweltprämie, die ab dem 1. Vierteljahr 2009 zu hohen Umsätzen im Kraftfahrzeuggewerbe führte, ist ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung. Weniger Umsatz als im ersten Quartal 2009 gab es ebenfalls bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf mit –8,5 Prozent und den Handwerken für den privaten Bedarf mit –0,3 Prozent. Höhere Umsätze als im Vorjahresquartal erzielte neben dem Ausbaugewerbe (+2,4 Prozent) auch das Gesundheitsgewerbe (+1,9 Prozent). Mit einer Steigerung um 0,1 Prozent wies das Lebensmittelgewerbe geringe Umsatzzuwächse aus.

In sechs von sieben Gewerbegruppen wurde ein Rückgang der Beschäftigten beobachtet. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf nahm die Zahl der Beschäftigten mit –4,6 Prozent am stärksten ab. Beschäftigungszunahmen verzeichnete mit +1,3 Prozent nur das Gesundheitsgewerbe.

Insgesamt waren Ende März 2010 im zulassungspflichtigen Handwerk 1,5 Prozent weniger Personen tätig als Ende März 2009.


Beschäftigte und Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk nach Gewerbegruppen

Gewerbegruppe

Veränderung 1. Quartal 2010 gegenüber
1. Quartal 2009 in %

Beschäftigte

Umsatz

Zulassungspflichtiges Handwerk insgesamt

–1,5

–6,7

davon:

Bauhauptgewerbe

–0,3

–12,9

Ausbaugewerbe

–0,5

2,4

Handwerke für den gewerblichen Bedarf

–4,6

–8,5

Kraftfahrzeuggewerbe

–2,6

–14,7

Lebensmittelgewerbe

–0,1

0,1

Gesundheitsgewerbe

1,3

1,9

Handwerke für den privaten Bedarf

–2,9

–0,3