17. Juni 2010

Handwerk: Beschäftigung und Umsatz bleiben stabil

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geht weiter davon aus, dass das Handwerk die Prognose von 1 Prozent Umsatzrückgang bei stabiler Beschäftigung im Saldo 2010 erreichen kann. Dabei sind die Angaben des Statistischen Bundesamtes, das für das 1. Quartal 2010 einen Umsatzrückgang von 6,7 Prozent und einen Beschäftigungsrückgang von 1,5 Prozent in den zulassungspflichtigen Handwerken meldet, berücksichtigt. In den Bauhandwerken habe der strenge Winter zu deutlichen Einschränkungen der Bauaktivitäten geführt. Viele liegen gebliebene Aufträge würden aber jetzt aufgeholt. Allerdings dürfe die Politik bei weiterhin schwieriger Lage ihre Anstrengungen im Bereich Klimaschutz nicht zurückfahren, wo öffentliche Impulse ein Vielfaches an privaten Investitionen anstoßen. Zudem müsse der Binnenmarkt gestärkt werden, heißt es in einer ZDH-Mitteilung.


Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH: »Der schwache Start ins Jahr beruht zum großen Teil auf Sondereinflüssen und Nachwirkungen der Wirtschaftskrise in drei wichtigen Handwerksbereichen (Kfz, Bau und Zulieferbetriebe). Die übrigen Handwerksgruppen verzeichnen hingegen eine stabile oder sogar positive Entwicklung.«


Auch die Lage der handwerklichen Zulieferer für die Exportindustrie war im 1. Quartal noch einmal schwierig. Die Auftragsentwicklung zieht aber an und dürfte ab dem 2. Quartal zu steigenden Umsätzen führen. Das Kfz-Handwerk hat das Auslaufen der Umweltprämie deutlich zu spüren bekommen und wegen des gesunkenen Pkw-Absatzes kräftige Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.