21. Juni 2010

Maler und Lackierer: Defizite bei Ausbildungsbewerbern

Mit mehr als 35.000 Auszubildenden zählt das Maler-Lackiererhandwerk zu den ausbildungsstärksten Branchen. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz ist die Ausbildungsbereitschaft bei den Betrieben weiterhin ungebremst. Sie bilden in erheblichem Maß über den eigenen betrieblichen Bedarf hinaus aus. Zunehmend beklagen die Unternehmer aber erhebliche Defizite bei den Ausbildungsbewerbern. In der aktuellen Umfrage erklärten nur 6,9 Prozent der Befragten, sie könnten keine Defizite bei den Bewerbern um einen Ausbildungsplatz feststellen. Eine nicht ausreichende Schulbildung attestierten 83,5 Prozent der Befragten den Bewerbern. Nicht ausreichende Umgangsformen, beispielsweise für den im Maler-Lackiererhandwerk sehr stark geforderten Einsatz bei Privatkunden, gaben 54,7 Prozent an. Mehrfachnennungen waren bei der Umfrage möglich.

»Das breite Spektrum der Maler-Lackierarbeiten, vom umweltgerechten Umgang mit Farben und Lacken, bei der Wärmedämmung von Fassaden, Putz-Trockenarbeiten bis hin zur Fahrzeuglackierung erfordert eine gute Grundbildung. Mit ihrem besonderen Engagement bemühen sich viele Betriebe darum, die bestehenden bildungspolitischen Defizite auszugleichen. Das Umfrageergebnis zeigt deutlich, wo bildungspolitische Defizite bestehen, die es gilt aufzuarbeiten«, kommentiert Werner Loch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz.

 

10-06-21%20Maler%20Azubikandidaten_klein Ausbau und Fassade - Maler und Lackierer: Defizite bei Ausbildungsbewerbern
(Quelle: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz)
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