23. Juni 2010

Bauleistungspreise ziehen um 1 Prozent an

Die Preise für Bauleistungen in Baden-Württemberg haben im Mai 2010 merklich zugelegt. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen im 2. Quartal 2010 (Berichtsmonat Mai) die Preise für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,0 Prozent auf einen Indexstand von 114,5. Gegenüber dem 1. Quartal 2010 stieg der Index der Bauleistungspreise um 0,9 Prozent.


Eine Kehrtwendung haben dabei binnen Jahresfrist insbesondere die Preise für Rohbauarbeiten mit einem Plus um 1,1 Prozent vollzogen. In den vorangegangen Quartalen war hier die Preisentwicklung noch rückläufig. Deutliche Preisanstiege gab es insbesondere bei Klempnerarbeiten (5,6 Prozent) und Zimmer- und Holzbauarbeiten (4,2 Prozent). Eine gegenläufige Entwicklung nahmen dagegen die Preise für Stahlbauarbeiten (minus 6,9 Prozent). Die Preise für Ausbauarbeiten stiegen im gleichen Zeitraum um 1,0 Prozent. Spürbar zugelegt haben hier insbesondere die Preise für Estricharbeiten (3,1 Prozent) und Nieder- und Mittelspannungsarbeiten mit 3,0 Prozent.


Gegenüber dem Vorquartal legten die Preise für Rohbauarbeiten mit 1,5 Prozent deutlich zu. Neben Betonarbeiten (3,6 Prozent) und Gerüstarbeiten (1,7 Prozent) stiegen unter anderem die Preise für Stahlbauarbeiten (1,2 Prozent). Bei den Ausbauarbeiten verteuerten sich insbesondere Metallbauarbeiten (1,3 Prozent). Als Grund für den Preisanstieg gelten neben der wieder aufgehellten konjunkturellen Lage auch gestiegene Beschaffungskosten insbesondere bei Metallen.


Im Nichtwohnungsbau stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal die Bauleistungspreise bei Bürogebäuden um 1,1 Prozent. Bei gewerblichen Betriebsgebäuden lag der Anstieg bei 0,8 Prozent. Beim Straßenbau erhöhten sich die Bauleistungspreise ebenfalls um 1,1 Prozent.