05. Juli 2010

Soka-Bau legt Geschäftsbericht 2009 vor

Soka-Bau (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG) verfügte 2009 über eine Bilanzsumme von rund 5 Milliarden Euro. Davon entfielen 3,3 Milliarden Euro auf die ZVK und 1,7 Milliarden Euro auf die ULAK. Im Jahr 2009 erstattete Soka-Bau Leistungen in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro an Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Bauwirtschaft. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2009 hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.


Die Zahl der im Dezember 2009 bei Soka-Bau gemeldeten Baubetriebe ist um 1 Prozent auf rund 68.000 Betriebe angestiegen. Demgegenüber hat sich die Zahl der im Jahresdurchschnitt gemeldeten Beschäftigten um rund 2,5 Prozent auf 555.000 verringert.


Nachdem die Bauwirtschaft im Jahr 2008 einen Rückgang von über 10 Prozent bei den Auszubildenden verkraften musste, ist die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse 2009 nahezu konstant geblieben. Insgesamt waren 2009 rund 37.000 Auszubildende in mehr als 15.000 Ausbildungsbetrieben bei Soka-Bau registriert.


Sicherung von Urlaubsansprüchen
Im Rahmen des Urlaubsverfahrens zahlte Soka-Bau 2009 rund 1,58 Milliarden Euro an inländische Baubetriebe (einschließlich Bayern) zurück. Darüber hinaus wurden rund 86 Millionen Euro Entschädigungen und Abgeltungen an Arbeitnehmer ausgezahlt. Die Gesamtleistungen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Urlaubsverfahren für Entsendebetriebe betrugen im Berichtsjahr rund 42 Millionen Euro.


Förderung der Berufsausbildung
Für die Berufsausbildung erstattete Soka-Bau im vergangenen Jahr rund 268 Millionen Euro an Ausbildungsbetriebe der Bauwirtschaft. Im Einzelnen waren dies 177 Millionen Euro für Ausbildungsvergütungen, 83 Millionen Euro für die überbetriebliche Ausbildung und 9 Millionen Euro für Fahrtkosten.


Überbetriebliche Altersversorgung
Rund 420.000 Rentner bezogen 2009 rund 374 Millionen Euro Rentenbeihilfe von Soka-Bau. Im Berichtsjahr waren rund 553.000 Arbeitnehmer aus den alten Bundesländern bei Soka-Bau versichert. Die Höhe der während der gesamten Rentenzeit zu zahlenden Rentenbeihilfe beträgt im Durchschnitt 16.450 Euro.


Betriebliche Altersvorsorge: Bau-Rente
Seit 2001 bis Ende 2009 konnte Soka-Bau rund 64.000 Bau-Rente-Verträge in mehr als 9.800 Betrieben abschließen. Die Beitragseinnahmen betrugen im Jahr 2009 rund 44 Millionen Euro, was einer Steigerung um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


Absicherung von Wertguthaben
Für die Soka-Bau-Produkte zur Absicherung von Wertguthaben »Sikoflex« (bei Arbeitszeitflexibilisierung) und »Sikoplan« (bei Altersteilzeit) konnten 2009 zahlreiche Neukunden gewonnen werden. »Sikoplan« verzeichnete einen Zuwachs an Konten von rund 41 Prozent und »Sikoflex« von 27 Prozent. Zum Jahresende führte Soka-Bau rund 16.000 Sicherungskonten für 940 Unternehmen mit einem Hinterlegungsvolumen von 60 Millionen Euro.


Mindestlohnprüfung
Soka-Bau überprüft bei inländischen und ausländischen Baubetrieben, die Arbeitnehmer zur Beschäftigung in Deutschland entsenden, auf Basis der arbeitnehmerbezogenen Meldungen systematisch die Einhaltung des Mindestlohns. Damit verfolgt Soka-Bau das Ziel, illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit am Bau einzudämmen und einen fairen Wettbewerb mit gleichen Bedingungen für alle zu fördern.


Hintergrund: Soka-Bau
Soka-Bau ist der gemeinsame Name für die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft und die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG. Beide sind gemeinsame Einrichtungen der Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V., Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. und Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.