09. Juli 2010

6,2 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen

Im April 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2.794 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,2 Prozent weniger als im April 2009. Dagegen nahm die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zu. Mit 8.779 Fällen lag sie um 6,4 Prozent höher als im April 2009. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 13.949 Fälle, das waren 2,0 Prozent mehr als im April des Vorjahres.


Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den April 2010 auf 5,8 Milliarden Euro gegenüber 3,4 Milliarden Euro im April des Vorjahres. Der Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen.


In den Monaten Januar bis April 2010 wurden 11.024 Insolvenzen von Unternehmen (+3,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 36.015 Insolvenzen von Verbrauchern (+11,3 Prozent) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 56.648 Insolvenzen, das waren 7,5 Prozent mehr als von Januar bis April 2009.