15. Juli 2010

Mehr Aufträge und leichtes Umsatzplus in Hessen

Nach zwei flauen Monaten hat das hessische Bauhauptgewerbe im Mai wieder ein Auftragsplus verbuchen können. Bei den baugewerblichen Umsätzen ging sogar eine sechsmonatige Durststrecke zu Ende. Die Beschäftigungssituation hat sich entspannt. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes lagen die Auftragseingänge im Mai dieses Jahres um elf Prozent höher als vor Jahresfrist. Die Hochbauaufträge nahmen um 31 Prozent und die des Tiefbaus um 1,1 Prozent zu. Wegen der schwachen Auftragslage im März und April gingen die Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten um acht Prozent zurück.

Mit 450 Millionen Euro lag der baugewerbliche Umsatz im Mai 2010 um drei Prozent höher als vor einem Jahr. Vor allem wegen der extremen Witterung zum Jahresbeginn gab es von Januar bis Mai dieses Jahres einen Umsatzrückgang von 6,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. In diesem Zeitraum erhöhten sich die Umsätze im öffentlichen Bau um 6,6 Prozent auf 560 Millionen Euro, während sie im Wohnungsbau um 7,2 Prozent auf 500 Millionen Euro und im gewerblichen und industriellen Bau um 16 Prozent auf 550 Millionen Euro zurückgingen.

Im Mai dieses Jahres lag die Zahl der Beschäftigten im hessischen Bauhauptgewerbe mit 45 850 um 0,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im April hatte die Abnahmerate noch zwei Prozent betragen.

Bei den Angaben für Beschäftigte und Umsätze handelt es sich um vorläufige Zahlen.