01. Januar 2016

Wertschätzung zu Weihnachten

Die Zeit um Weihnachten bietet eine gute Gelegenheit, wichtigen Geschäftspartnern und Mitarbeitern Danke zu sagen. Mit kleinen, persönlichen Aufmerksamkeiten kann man ­zeigen, wer wichtig ist. Die Wahl des Geschenks oder Weihnachtsgrußes sollte jedoch gut überlegt sein und möglichst zu den Angeboten oder Dienstleistungen der Firma passen.

Die Vorweihnachtszeit ist für Unternehmer meist mit Hektik verbunden. Weihnachts-Geschenke oder -Grußkarten sorgen für zusätzlichen Stress. Im Zeitalter von »Whats App« oder E-Mail könnte man bequem Weihnachtsgrüße übermitteln. Per Knopfdruck sind die ­Informationen schnell und überall hin versendet.
Leider nimmt man als Empfänger automatisierte Weihnachtsgrüsse von der Stange in der Flut der Nachrichten kaum wahr. Vor allem, wenn diese mehrfach kopiert und zum zwanzigsten Mal unters Volk gebracht ­worden sind. Beim Verteilen der ­Geschenke in der Vorweihnachtszeit ist das nicht anders. Schnell wird aus der gut gemeinten Aufmerksamkeit standardisierter Einheitsbrei. Wertschätzung sieht anders aus. Ob also doch wieder der Wein­klassiker beziehungsweise die vorgedruckte Weihnachtskarte verwendet wird, muss ­jeder für sich selbst entscheiden.

Handgeschriebenes ist angesagt
Vom Grundgedanken her dienen die Weihnachtspost oder Weihnachtspräsente der Beziehungspflege. Kunden oder Mitarbeitern macht man ­eine Freude und zeigt, dass sie wichtig sind. Nur schade, wenn teures Geld in ­Geschenke investiert wird, die im Müll landen. Der Klassiker, wie man es nicht tun sollte, sind unpersönliche Weihnachtskarten. Umgekehrt wird in diesem Zusammenhang  nichts mehr ­geschätzt als Zeit und Aufmerksamkeit. Vereinfacht formuliert heißt dies: Wein ist out, handgeschriebene Grußkarten sind in.
Wer zu Weihnachten Geschenke macht, sollte die Wirkungsweise kennen und nutzen. Sinnvoll schenkt man, wenn der Kunde oder auch der Mitarbeiter dem Präsent einen persönlichen Stellenwert zuschreibt. Wenn die Aufmerksamkeit gut ankommt und im Alltag gerne verwendet wird. Die Wirkung ist dann erreicht, wenn das Geschenk so einschlägt, als hätte man es selbst gekauft.

Etwas Persönliches schenken
Zeit oder das Geld spielt bei der Wahl des Geschenks eine maßgebende Rolle. Bei wichtigen Mit­arbeitern oder Kunden ist man gut ­beraten, etwas Individuelles oder Persönliches auszusuchen. Es ist erwiesen, dass die Kundenzufriedenheit durch nette Gesten positiv beeinflusst wird. Das Vertrauen in das Unternehmen wird dadurch untermauert und die Zufriedenheit verbessert. Zufrie­dene Kunden sind erwiesenermaßen treuere Kunden. Erzeugt ein Werbeartikel ein negatives Empfinden, ist die Chance auf eine Weiterempfehlung ­eine völlig ­andere. Freunden oder ­Bekannten wird man kaum freudestrahlend davon ­erzählen, wenn man minderwertige Streuartikel oder unbrauchbaren Plunder geschenkt bekommen hat.
Was Unternehmer vermeiden sollten, ist komplett auf die Chancen der Kundenbindung mit Weihnachtsgeschenken zu verzichten. Der Zeitpunkt des Schenkens ist nicht das Entscheidende. Es kann durchaus zeitversetzt sein, zum Beispiel zu Beginn des neuen Jahres. Kontraproduktiv ist es, aus Kostengründen die Qualität eines Geschenkes zu reduzieren. Letztendlich repräsentiert das Präsent ein ganzes Unternehmen.

Strahlkraft nutzen
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine Aufmerksamkeit zu wählen, die zur Branche beziehungsweise zu den Dienstleistungsangeboten passt. Wer nachdenkt, findet viele Beispiele, deren Eigenschaften zum Unternehmen oder seinen Angeboten passen. Die Maler- und Stuckateurbranche, die sich mit Form und Farbe, Wohlfühlen, Behaglichkeit, Schutz vor Wärme und Kälte, Sicherheit oder Schönheit beschäftigt, wird leicht Präsente finden, die das ­Unternehmen ins Gespräch bringen.
Das hat positive Strahlkraft auch auf potenzielle Neukunden.
Gute Weihnachtsgeschenke sind oft praktische Dinge, die gut im Alltag einsetzbar sind. Ein Regenschirm, Farb­stifte oder ein Malkasten, die ­wärmende Decke, Handschuhe oder pfiffige Hausschuhe finden fast bei ­jedem Anklang. Ohne protzige Werbeaufdrucke vermutlich noch mehr.

In Erinnerung bleiben
Jede Maßnahme zur Kundenbindung kostet Zeit und Geld. Doch es ist ein Unterschied, ob ein Stammkunde einen Preisnachlass oder ein individuelles ­Geschenk bekommt - eine Aufmerksamkeit, die einen persönlicheren ­Charakter hat und deswegen emotional stärker wirkt. Rund um die Kunden- und Mitarbeiterbindung zählen nicht alleine rationale Gründe. Für wirklich gute Kundschaft oder verdiente Mit­arbeiter darf durchaus etwas mehr investiert werden. Sinn und Zweck des Schenkens ist es nun mal, in guter Erinnerung zu bleiben.

F. Helfensteiner

Abbildungen: Fotolia                                                                                                                               Ausgabe: 11/2013


  1.  Helfensteiner Ausbau und Fassade - Wertschätzung zu Weihnachten