11. August 2010

Baden-Württemberg: Nachfrage im Wohnungsbau zieht an

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes hat sich die Zahl der erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden in Baden-Württemberg im 1. Halbjahr 2010 in Baden-Württemberg im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um fast 3 Prozent erhöht. In den Monaten Januar bis Juni 2010 wurden rund 11.300 Wohnungen zum Bau freigegeben. Mit annähernd 6.600 Wohnungen wurden davon die meisten Baugenehmigungen an private Haushalte als Bauherren erteilt. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

 

An zweiter Stelle folgen Unternehmen mit fast 4.700 Wohnungen. Gegenüber Januar bis Juni 2009 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent. An öffentliche Bauherren (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck) gingen Genehmigungen für knapp 60 Wohnungen, was nur knapp einem Zehntel der Baugenehmigungen im 1. Halbjahr 2009 entspricht.


Der Anteil der Baugenehmigungen, die für private Haushalte erteilt wurden, lag damit bei gut 58 Prozent. Das bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert, der bei über 53 Prozent lag. Der Anteil der Unternehmen hat sich kaum verändert und liegt mit über 41 Prozent auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Anteil der Baugenehmigungen für öffentliche Auftraggeber beträgt für den Zeitraum Januar bis Juni 2010 weniger als 1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem der Anteil bei 6 Prozent lag, bedeutet das eine deutliche Verringerung. 6 Prozent im ersten Halbjahr 2009 waren aber im Vergleich zu den ersten sechs Monaten in den Jahren davor ein außergewöhnlich hoher Wert. 2008 lag der Anteil öffentlicher Auftraggeber an den Baugenehmigungen im Wohnungsneubau bei 2 Prozent, 2007 bei knapp 1 Prozent. Öffentliche Auftraggeber hatten im Jahr 2009 durch eine erhöhte Zahl von erteilten Baugenehmigungen zur Stabilisierung der insgesamt vergebenen Baufreigaben beigetragen.