12. August 2010

Baden-Württemberg: Nichtwohnbau unter Vorjahresniveau

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes lag der für Nichtwohngebäude genehmigte umbaute Raum in Baden-Württemberg im 1. Halbjahr 2010 mit annähernd 12,3 Millionen Kubikmeter nahezu 5 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Dabei hat sich die Zahl der Gebäude, die mit diesem Volumen insgesamt entstehen sollen, gegenüber dem Vorjahr erhöht. Von Januar bis Juni 2010 wurden rund 1980 Nichtwohngebäude in Baden-Württemberg zum Bau freigegeben. Das sind rund 15 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2009.


Zum Nichtwohnbau zählen vor allem gewerbliche Betriebs- und Bürogebäude sowie Hochbauten der öffentlichen Hand und nicht überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Gebäude von privaten Bauherren. In der zum Bau freigegebenen Anzahl der Gebäude sowie dem genehmigten Neubauvolumen spiegelt sich die Neubaunachfrage wider.


Im Nichtwohnbau sind die Wirtschaftsunternehmen die mit Abstand wichtigste Bauherrengruppe. Im 1. Halbjahr 2010 wurden in diesem Bereich fast 9,4 Millionen Kubikmeter umbauter Raum zum Neubau freigegeben. Das waren gut 9 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2009.


Die Nachfrage im öffentlichen Hochbau (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck) ging ebenfalls zurück. Mit rund 1,7 Millionen Kubikmetern war das Genehmigungsvolumen in diesem Bereich in den ersten sechs Monaten 2010 um zirka 4 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.


Bei den privaten Bauherren verzeichnete das Statistische Landesamt in den ersten sechs Monaten 2010 dagegen ein um fast 55 Prozent höheres genehmigtes Neubauvolumen. Mit fast 1,2 Millionen Kubikmetern zum Neubau freigegebenem Raum ist der Anteil dieser Bauherrengruppe vergleichsweise gering und kann den Rückgang im Wirtschaftsbereich und bei öffentlichen Auftraggebern nicht ausgleichen.