12. August 2010

Mehr Wohnungen in Hessen genehmigt

Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden von Januar bis Juni 2010 in Hessen Baugenehmigungen für 5601 Wohnungen erteilt. Das sind fast fünf Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Die Zunahme geht maßgeblich auf Erweiterungsmaßnahmen zurück: Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in bestehenden Gebäuden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als zwei Drittel auf 851.


Außerdem trug die Steigerung um sechs Prozent auf 1974 Baugenehmigungen für neu zu errichtende Einfamilienhäuser zu diesem Zuwachs bei. Dagegen ging die Zahl der Genehmigungen für Eigentumswohnungen um mehr als ein Viertel auf 1140 zurück. Damit erweist sich der Wunsch vieler Hessen nach einem Eigenheim als krisenfest. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in neu zu errichtenden Zwei- beziehungsweise Mehrfamilienhäusern sank im ersten Halbjahr 2010 auf 496 (minus 14 Prozent) respektive 2185 (minus sieben Prozent).


Der Umfang der genehmigten Neubauten von Nichtwohngebäuden ging im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Drittel auf fünf Millionen Kubikmeter zurück. Neubauvorhaben der öffentlichen Hand nahmen mit 2,2 Millionen Kubikmetern um mehr als das dreifache Volumen des Vorjahreszeitraums zu. Dennoch glichen sie den Rückgang bei den Neubauten nichtöffentlicher Bauherren um fast 60 Prozent auf 2,7 Millionen Kubikmeter nur teilweise aus. Bezogen auf die Gebäudearten ging das genehmigte Bauvolumen für Büro- und Verwaltungsgebäude besonders stark zurück, dessen Umfang mit 0,4 Millionen Kubikmetern weniger als ein Fünftel des Vorjahreszeitraums annahm.