13. August 2010

Hochwasser: Handwerkskammern unterstützen Betriebe

Viele vom Hochwasser betroffene Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Dresden haben vorerst die Arbeit eingestellt. Mehr als 45 sächsische Betriebe haben sich gemeldet, rund 150 Mitarbeiter sind betroffen. Die Schäden belaufen sich auf über drei Millionen Euro. Ganze Betriebs- und Geschäftsausstattungen fielen den Wassermassen zum Opfer. Die Handwerkskammer Dresden unterstützt jetzt ihre Mitgliedsbetriebe bei der Bewältigung der Schäden.


Die Kammermitarbeiter haben eine Nothilfe-Hotline eingerichtet. Hier stehen Betriebsberater der Handwerkskammer Dresden den Handwerkern zur Seite und leiten schnellstmöglich Hilfsmaßnahmen in die Wege. Die Betriebsberater suchen derzeit außerdem die Geschädigten auf, um in Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften vor Ort zu beraten.


Darüber hinaus wurde für Not leidende Handwerksbetriebe ein Spendenfonds für Einsätze öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger zur Begutachtung der Hochwasserschäden aufgelegt.


Auch die Handwerkskammer Chemnitz bietet den vom aktuellen Hochwasser betroffenen Betrieben ihre Unterstützung an: Zwei Mitarbeiter beraten zur Vorgehensweise bei der Schadensermittlung und -regulierung und bereiten darüber hinaus eine Schadensmeldung an den Freistaat Sachsen vor. Damit soll gewährleistet werden, dass möglichst alle betroffenen Handwerksbetriebe die angekündigten staatlichen Hochwasserhilfen in Anspruch nehmen können und der Freistaat auch eine Regulierung in entsprechender Höhe vorbereiten kann.


Gute Nachrichten aus dem Kammerbezirk Cottbus: Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Kammer, berichtet von der guten Arbeit, die die Krisenstäbe geleistet haben. »Im Kammerbezirk hat kein Handwerksbetrieb schwerwiegende Schäden durch das Hochwasser davongetragen«, so Deutscher.