17. August 2010

Positive Signale von Wohnungsbau und Wirtschaftsbau

Die Bauunternehmen schätzten ihre Geschäftslage im Juli je nach Bausparte sehr unterschiedlich ein. Im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau festigte sich der positive Trend. Wenngleich sich die Geschäftslage im öffentlichen Bau auch etwas verbessert hat, sind die Unternehmen eher unzufrieden. Das ergibt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat Juli 2010.


Die Urteile werden dabei offensichtlich von der Bautätigkeit geprägt. Während diese im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau eher gestiegen ist, blieb sie im öffentlichen Bau auf dem Vormonatsniveau. Auch das Beschäftigtenniveau gewann im Ergebnis der gestiegenen Bautätigkeit leicht hinzu.


Die Nachfrage nach Bauleistungen ist jedoch nicht weiter gestiegen. Zwar melden die Unternehmen im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau eine gestiegene Nachfrage, im öffentlichen Bau jedoch, und hier insbesondere im Hochbau, berichten sie mehr über rückläufige Nachfrage. Das Auslaufen der Konjunkturprogramme hinterlässt seine Spuren deutlich.


Die Auftragsbestände blieben nahezu unverändert. In den alten Ländern liegt die Reichweite der Bestände im Hochbau von 2,3 Monate und im Tiefbau 1,8 Monate.


Die Geräteauslastung sank in den alten Ländern im Hochbau um knapp 4 Prozent -Punkte auf gut 62 Prozent. Im Tiefbau verblieb die Auslastung bei 62 Prozent.


Die Erwartungen sind hinsichtlich der weiteren Geschäfts-, Auftrags- und Preisentwicklung insgesamt gleich bleibend.


Ersatzbeschaffungen prägen das Bild bei der Investitionstätigkeit.


Der Facharbeitermangel bereitet besonders in den alten Ländern Sorge und führt zu Baubehinderungen. Meldungen über Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber haben für weitere Behinderungen gesorgt.