23. August 2010

NRW-Baunachfrage um 0,6 Prozent gesunken

Die Auftragseingänge des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes waren im zweiten Vierteljahr 2010 um 0,6 Prozent niedriger als im zweiten Quartal des Vorjahres. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Nachfrage nach Hochbauleistungen um 4,7 Prozent über und nach Tiefbauleistungen um 6,0 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.


Innerhalb des Hochbaus ermittelten die Statistiker eine Nachfragezunahme im gewerblichen und industriellen Hochbau (+24,4 Prozent); beim öffentlichen Hochbau (–25,0 Prozent) sowie beim Wohnungsbau (–4,6 Prozent) wurde ein Rückgang der Baunachfrage verzeichnet. Beim öffentlichen Hochbau macht sich ein Basiseffekt durch mehrere Großaufträge im Vorjahr bemerkbar.


Im Bereich des Tiefbaus verbesserte sich die Auftragslage im gewerblichen und industriellen Tiefbau (+3,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahresquartal. Dagegen musste beim Straßenbau (–18,2 Prozent) sowie im sonstigen öffentlichen Tiefbau (–1,9 Prozent) eine negative Veränderung festgestellt werden.


Sowohl im gewerblichen und industriellen Hochbau als auch im Tiefbau wurden die Auftragseingänge durch Großaufträge begünstigt. Hier zeigt sich die zunehmende Investitionsbereitschaft der Wirtschaft. Die öffentlichen Auftraggeber verhalten sich dagegen zurückhaltend.