26. August 2010

Sto: Umsatz im ersten Halbjahr um 4,7 Prozent gestiegen

Die Sto AG steigerte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2010 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 4,7 Prozent auf 432,2 Millionen Euro (Vorjahr: 412,9 Millionen Euro). Hauptgrund für die zufrieden stellende Entwicklung des Sto-Konzerns war die anhaltend gute Nachfrage nach Fassadensystemen. Zuwächse wiesen vor allem die Tochtergesellschaften in Frankreich und in den deutschsprachigen Ländern auf. Positiv für Sto war darüber hinaus, dass Kunden in Deutschland die Geschäfte, die zum Jahresbeginn wegen des harten Winters ausgefallen waren, schon im zweiten Quartal weitestgehend nachgeholt haben. Der Inlandsumsatz im ersten Halbjahr 2010 erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 207,9 Millionen Euro (Vorjahr: 188,3 Millionen Euro).


Auch das internationale Geschäft hat nach dem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal etwas an Fahrt gewonnen, sodass der Auslandsumsatz nach sechs Monaten mit 224,3 Millionen Euro nahezu wieder das Vorjahresniveau von 224,6 Millionen Euro erreichte. Der Auslandsanteil am Konzernvolumen betrug 51,9 Prozent nach 54,4 Prozent.


Währungsveränderungen trugen per saldo 5,5 Millionen Euro zur Erhöhung des Konzernumsatzes bei.


Aufgrund des leicht über den Erwartungen liegenden Geschäftsvolumens stellte sich die Ertragslage im Berichtszeitraum ebenfalls etwas besser dar als geplant. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT belief sich in den ersten sechs Monaten 2010 auf 23,6 Millionen Euro nach 19,8 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Steigerung wurde erzielt, obwohl beim Materialaufwand bereits eine zum Umsatz überproportionale Zunahme um 5,3 Prozent auf 194,6 Millionen Euro zu verzeichnen war – ein Trend, der sich in der zweiten Jahreshälfte merklich beschleunigen wird.


Unter dem Strich verblieb im ersten Halbjahr 2010 ein um 22,8 Prozent höheres Konzern-Nettoergebnis von 15,6 Millionen Euro (Vorjahr: 12,7 Millionen Euro). Das Ergebnis je Vorzugsaktie betrug 2,46 Euro (Vorjahr: 2,01 Euro), je Stammaktie lag es bei 2,40 Euro (Vorjahr: 1,95 Euro).


Die Finanz- und Vermögenslage blieb im Berichtszeitraum trotz des saisonal bedingt höheren Liquiditätsbedarfs zur Jahresmitte unverändert solide. Die Eigenkapitalquote lag per 30. Juni 2010 bei 54,4 Prozent gegenüber 56,4 Prozent Ende 2009.


Sto investierte im ersten Halbjahr 2010 konzernweit 6,7 Millionen Euro nach 7,3 Millionen Euro in der Vergleichsperiode. Alle Mittel flossen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Eines der wichtigsten Projekte bestand im Berichtszeitraum darin, die Sto-Produktionsanlagen durch geeignete Maßnahmen auf den technologisch neuesten Stand zu bringen.


Ende Juni 2010 beschäftigte der Sto-Konzern weltweit 4.241 Mitarbeiter nach 4.195 am Vorjahresstichtag. Davon waren 2.338 (Vorjahr: 2.306) Arbeitnehmer im Inland für das Unternehmen tätig und 1.903 (Vorjahr: 1.889) im Ausland. Mit den Neueinstellungen wurden wie angekündigt Vorkehrungen für das mittelfristig erwartete höhere Umsatzvolumen getroffen.


Ausblick Gesamtjahr 2010
Im zweiten Halbjahr 2010 rechnet Sto mit einer günstigen Nachfrage nach Sto-Fassadensystemen, vor allem in Westeuropa. Insbesondere aus diesem Grund geht Sto davon aus, beim Geschäftsvolumen eine etwas stärkere Zunahme als bisher geplant zu realisieren. Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010 wird aus heutiger Sicht um 2 Prozent bis 3 Prozent auf rund 950 Millionen Euro steigen. Bisher wurde mit einem Plus von etwa 2 Prozent auf 946 Millionen Euro gerechnet.


Dieser leicht über den ursprünglichen Erwartungen liegende Umsatzzuwachs wird aus heutiger Sicht allerdings ebenfalls nicht ausreichen, die steigenden Kosten zu kompensieren, die vor allem bei der Beschaffung von Einsatzmaterialien zu erwarten sind. Dieser Trend hat sich seit der Jahresmitte merklich beschleunigt. Außerdem hält der Druck auf die Absatzpreise unvermindert an. Beim Konzern-EBIT rechnet Sto daher unverändert damit, dass das Vorjahresniveau von 82,3 Millionen Euro nicht erreicht werden kann.