27. September 2010

Arbeitshilfe: Gefährdungsbeurteilungen bei Abbrucharbeiten

10-09-27%20cover_gefaerdungsbeurteilung_2010_mit_Rahmen Ausbau und Fassade - Arbeitshilfe: Gefährdungsbeurteilungen bei Abbrucharbeiten
Der Deutsche Abbruchverband hat eine »Arbeitshilfe zur Anfertigung von Gefährdungsbeurteilungen bei Abbrucharbeiten« erarbeitet. Sie bietet einen umfassenden Überblick über alle Planungs- und Ausführungsschritte, von der Baustellenvorbereitung über die Baustellenausführung bis zur Baustellenüberwachung. Sie unterstützt die Arbeit zur Ermittlung der Gefährdungen und hilft, diese strukturiert zu erfassen und zu bewerten.

(Foto: Deutscher

Abbruchverband)


Die Arbeitshilfe hat zwar einen Umfang von nahezu 40 Seiten, aber der Unternehmer hat an Hand der in Form von Checklisten aufgestellten Arbeitsschritte die Möglichkeit, mit einem relativ geringen Zeitaufwand die verschiedenen Gewerke, die ihn tatsächlich betreffen, zu erkennen und dort dann seine Anmerkungen, speziell auf seinen Betrieb angepasst, einzufügen.


Grundsätzlich ist allerdings zu bedenken und zu beachten, dass trotz des Umfangs dieser Arbeitshilfe dies keine Sicherheit auf Vollständigkeit gewährleistet. Generell bleibt es dem Unternehmer und seiner unternehmerischen Sorgfaltspflicht überlassen, zu prüfen, ob in seinem Betrieb noch zusätzliche Gewerke auftreten und zu beachten sind, die in der vorliegenden Arbeitshilfe, die als allgemein gültiger Leitfaden konzipiert wurde, nicht beachtet wurden.


Die Arbeitshilfe steht für die Mitglieder des DA unter www.deutscher-abbruchverband.de im geschützten Mitgliederbereich unter: »DA Mitglieder, Merkblätter/Praxistipps« kostenlos zum Download bereit.


Nichtmitgliedsunternehmen können die »Arbeitshilfe zur Anfertigung von Gefährdungsbeurteilungen bei Abbrucharbeiten« gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro im Shop www.bauforum24.biz herunterladen. Diese Seite ist aber auch über einen entsprechend eingestellten Link von der Homepage des Deutschen Abbruchverbandes aus bequem und einfach erreichbar.


Die Arbeitshilfe ist selbstverständlich kein statisches Werk, sie umfasst den derzeitigen Stand der Kenntnisse zu Baustellenvorbereitung, zum Abbruch, sowie Entkernung, Demontage, Handabbruch, zu Brenn- und Schneidarbeiten und Abbrucharbeiten. Sie gibt Hinweise zur Beachtung der Gefährdung im Zusammenhang mit Abbrucharbeiten, erfolgten Erdarbeiten und sie hat als besonderes Kapitel noch Hinweise zu Sprengarbeiten.


Sollten sich zum Beispiel gesetzliche Änderungen ergeben, die zu beachten sind, so werden diese im Download-Dokument auf der DA Internetseite regelmäßig aktualisiert.


Kontakt:
Deutscher Abbruchverband e.V.
Oberländer Ufer 180 – 182
50968 Köln
Tel. 0221/367983-0
Fax 0221/367983-22
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet www.deutscher-abbruchverband.de




Hintergrund
Der Arbeitgeber hat eine umfassende Verantwortung für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten in seinem Betrieb. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben (§ 3 ArbSchG). Um dies leisten zu können, hat er eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen (§ 5 ArbSchG). Zum einen muss er eine unternehmensbezoge allgemeine Gefährdungsbeurteilung erstellen und zum anderen eine auf die jeweilige Abbruchmaßnahme bezogene Gefährdungsbeurteilung vornehmen.


Weitere Verpflichtungen zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen ergeben sich aus der Gefahrstoffverordnung, der Betriebssicherheitsverordnung, den technischen Regeln für Gefahrenstoffe etc. Darüber hinaus hat der Unternehmer eine Dokumentationspflicht nach § 6 ArbSchG. Hierin sind die besonderen Gefährdungsbeurteilungen, die festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung zu dokumentieren. Diese Verpflichtungen gelten für jeden Arbeitgeber.