27. September 2010

Ab 2011: CE-Zeichen für organisch gebundene Putze


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Waren bisher nur mineralische Putze mit dem bekannten CE-Zeichen zu versehen, so gilt dies in Zukunft auch für Putze mit organischen Bindemitteln. Darauf weisen der Industrieverband WerkMörtel e. V. (IWM) und die Fachgruppe Putz & Dekor im Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V. (VdL) in einer gemeinsamen Erklärung hin. Die Europäische Kommission hat festgelegt, dass spätestens ab April 2011 alle Außen- und Innenputze, die in den Geltungsbereich der EN 15824 fallen, mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sein müssen.

Dr. Hans Klein, Vorsitzender der Fachgruppe Putz & Dekor, freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem IWM. "Damit haben wir den Mitgliedsunternehmen beider Verbände einen großen Dienst erwiesen. Mit unserer gemeinsamen Broschüre stellen wir sicher, dass die Verarbeiter unserer Produkte nicht mit einem kunterbunten CE-Potpourri überfordert werden, sondern zusammen mit dem CE-Zeichen klare und transparente Informationen erhalten."

"Hersteller von Putzen mit organischen Bindemitteln haben keine Wahlmöglichkeit. Putze ohne CE-Kennzeichnung dürfen künftig weder in Deutschland noch in Europa in Verkehr gebracht werden", klärt Dr. Hans-Joachim Riechers, Geschäftsführer des IWM, ein verbreitetes Missverständnis auf. Weil eine ganze Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen sind, haben der IWM und der VdL für ihre Mitglieder eine Broschüre mit einer praxisnahen Handlungsanleitung herausgebracht. Dr. Riechers: "Eine fehlende oder falsche CE-Kennzeichnung kann für ein Unternehmen ernsthafte Folgen haben. Beanstandungen – auch formaler Art – können dazu führen, dass die zuständigen Behörden die Verwendung bzw. ein weiteres Inverkehrbringen des betreffenden Bauproduktes untersagen. Deshalb legen wir allen Herstellern die sorgfältige Beachtung unserer Broschüre nahe."

Beide Verbände machen deutlich, dass Planer, Verarbeiter, Fachhändler und Eigentümer künftig darauf achten müssen, dass nur noch Produkte mit CE-Zeichen eingesetzt werden. "Alles andere stellt einen Verstoß gegen die Landesbauordnungen dar", erläutert Dr. Riechers. Die Mitgliedsunternehmen von IWM und VdL stehen der Entwicklung positiv gegenüber. Mit dem von allen EU-Mitgliedsstaaten anerkannten CE-Zeichen werde dokumentiert, dass die europaweit vereinbarten Standards für Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Energieeinsparung eingehalten werden.

 

 

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