27. September 2010

Sto-Stiftung: Neuer Akzent in der Lehrerfortbildung


Diskutierten in Weizen die Inhalte des neuen Seminars (von links): Uwe Koos, Roland Wahl, Kerstin Voigt, Konrad Richter, Till Stahlbusch und Jürgen Waishar. (Foto: Sto-Stiftung)
Seit Jahren fördert die Sto-Stiftung Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrer und Ausbilder im Maler- und Lackiererhandwerk. Schwerpunkt war bisher, situative Handlungen aus der Praxis für den Unterricht handlungsorientiert umzusetzen. Dabei wurde Augenmerk auf Gestaltungskonzepte für den Unterricht gelegt. Jetzt rückt die Stiftung auch die technische Ausführung in den Fokus. Die neue Lehrerfortbildung »WDVS – Detailausbildungen« soll dazu beitragen, künftig Ausführungsfehler beim Anbringen von Wärmedämm-Verbundsystemen zu verringern.


Ein wichtiges Thema ist seit Jahren der Vollwärmeschutz. Der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, aber auch die produzierende Industrie, stellen hier zunehmend fest, dass Ausführungsfehler beim Anbringen eines Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) zu Schäden und für den Kunden nach Ablauf der Gewährung zu ungeplanten Kosten führen können. Nur eine nachhaltige Schulung der Fachkräfte hilft, solchen Fehlern entgegen zu wirken. »Schon in der Berufsausbildung muss auf Montagefehler beim WDVS hingewiesen und die sachgerechte Verarbeitung unterrichtet werden«, sagt Roland Brecheis, Vorsitzender des Bildungsausschusses beim Bundesverband und bayrischer Landesinnungsmeister.


Bei einem Informationsaustausch im Frühjahr brachte Brecheis sein Anliegen dem Stiftungsrat Handwerk der Sto-Stiftung, Konrad Richter, vor und dieser versprach Abhilfe. Im August 2010 trafen sich daher in Stühlingen die Vorsitzende des Arbeitskreises Schulen beim Bundesverband, Kerstin Voigt, der Lehrervertreter Dr. Roland Wahl, Seminarreferent Jürgen Waishar sowie die Stiftungsräte Uwe Koos, Till Stahlbusch und Konrad Richter, um ein Konzept für eine Lehrerfortbildung »WDVS – Detailausbildungen« zu erarbeiten.


Kerstin Voigt sieht einen entscheidenden Vorteil: »In dieser Fortbildung geht es nicht um die theoretische Vertiefung, sondern die Kolleginnen und Kollegen sollen in die Lage versetzt werden, durch eigene praktische Erfahrungen technische Ausführungsfehler zu erkennen und Maßnahmen zur Vermeidung zu erarbeiten. Diese können direkt in den Unterricht einfließen.«


Damit das Seminar, bereits ins Programm des Bundesverbandes, zu einem zielgruppengerechten Niveau führt, wird es im November eine Pilotveranstaltung geben. Das erste reguläre Seminar, das die Inhalte des Lernfelds/des KMK-Rahmenlehrplanes beinhaltet, findet vom 2. – 4. Februar 2011 in Stühlingen statt. Anmeldungen nimmt der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz unter E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.