28. September 2010

34 »vorbildliche Bauten in NRW« ausgezeichnet

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Eines der ausgezeichneten Projekte: Das Justizzentrum Aachen von Weinmiller Architekten BDA, Berlin; Landschaftsarchitektur Vogt, Zürich; Künstlerische Fassadengestaltung Rémy Zaugg (gest. 2006), Basel. (Foto: Ulrich Schwarz, Architektur – Fotografie, Berlin)
Innovativ, vorbildlich, richtungsweisend – mit diesen Prädikaten wurden am 27. September im K21 (Ständehaus) in Düsseldorf 34 neue oder erneuerte Bauwerke aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW und die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vergaben gemeinsam die »Auszeichnung vorbildlicher Bauten« an Architekten und Bauherren, die Gebäude realisiert haben, die in ästhetischer, technischer, sozialer oder städtebaulicher Hinsicht als richtungsweisend für die kommenden Jahre gelten können.


»Die ausgezeichneten Objekte belegen die Innovationskraft und das technische Know-how unserer Architekten und Stadtplaner, gepaart mit Kreativität und Gestaltungswillen«, lobte NRW-Bauminister Harry K. Voigtsberger.


Der Präsident der Architektenkammer NRW, Hartmut Miksch, hob hervor, dass viele der ausgezeichneten Bauwerke beispielhaft für die künftigen Planungs- und Bauaufgaben in Nordhrein-Westfalen seien: »Viele vorbildliche Bauten in NRW sind Maßnahmen im Gebäudebestand: Sanierungen, Erweiterungen, Nachverdichtungen. Das sind die zentralen Aufgaben, vor denen wir heute stehen.«


Die prämierten 34 Arbeiten weisen nach dem Urteil der Jury herausragende gestalterische, technische, ökologische und soziale Qualitäten auf. Auch ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis der Objekte wurde von der Jury berücksichtigt. »Die Arbeiten belegen auf eindrucksvolle Weise, dass die nordrhein-westfälischen Architekten und Bauherren auch auf schwierigen Grundstücken und in enger innenstädtischer Lage herausragende Bauwerke zu realisieren verstehen«, betonte Kammerpräsident Miksch. Bei der Hälfte der Preisträgerarbeiten handelt es sich um Planungs- und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden oder um Neubauten auf Restflächen innerhalb bestehender Bebauungen. Ausgezeichnet wurden Bauwerke in Aachen, Bad Münstereifel, Baesweiler, Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, Essen, Hagen, Hilden, Köln, Lemgo, Münster, Neuss, Solingen, Verl und Zülpich.


Erfreut zeigten sich die Auslober der Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW auch darüber, dass mehrere Wohn- und Siedlungsprojekte unter den Preisträgerarbeiten sind. »Diese Arbeiten demonstrieren auf eindrückliche Weise, dass qualitätvolles Wohnen auch in verdichteten Strukturen und auch im geförderten Wohnungsbau möglich ist«, erklärte NRW-Bauminister Voigtsberger. »Qualitätvolle Architektur ist ein Standortfaktor, denn sie macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter.«


Die »Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW« wird alle fünf Jahre in Zusammenarbeit zwischen der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und dem NRW-Bauministerium vergeben. Für das aktuelle Verfahren waren insgesamt 249 Arbeiten von Bauherren und Architekten vorgeschlagen worden. »Die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten hat uns die Auswahl nicht gerade leicht gemacht«, berichtete der Jury-Vorsitzende, der Berliner Architekt Klaus Meier-Hartmann. Der Präsident der Architektenkammer Berlin zeigte sich beeindruckt von der thematischen Vielfalt der eingereichten Arbeiten, die vom schmalen Wohnhaus in Köln über zahlreiche Siedlungsprojekte und öffentliche Bauten bis hin zu modernen Büro- und Gewerbeimmobilien wie dem GAP 15 in Düsseldorf reichte.


»Vorbildlich Planen und Bauen heißt heute, energie-, kosten- und flächensparend zu planen und dabei die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Freizeit zu reflektieren«, sagte der Präsident der Architektenkammer, Hartmut Miksch. Wichtig sei insbesondere das Engagement der Bauherren, ohne die keine Innovation realisiert werden könne. »Die 34 ausgezeichneten Bauwerke stehen stellvertretend für viele andere Bauten mit hervorragender Architektur in Nordrhein-Westfalen«, hob der Präsident der Architektenkammer hervor.


Mit der »Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW« soll auf die Innovationskraft der Architektur hingewiesen werden. Die Auszeichnung erfolgt durch öffentliche Bekanntmachung sowie durch Verleihung einer Urkunde und Gebäudeplakette.


Ausstellung

Die Architektenkammer NRW präsentiert die 34 ausgezeichneten Bauwerke in der Ausstellung »Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW 2010« vom 28. September – 4. November 2010 im Haus der Architekten (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf, Mo. – Fr. 8.00 – 17.00 Uhr). Der Eintritt ist frei.


Die ausgezeichneten Bauten werden auch in einer Broschüre dokumentiert, die bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen kostenlos bestellt werden kann:

Broschüre »Auszeichnung vorbildlicher Bauten«


Kontaktadresse für die Bestellung: Architektenkammer NRW, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf, Tel. 0211/49670, Fax 0211/496799, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.




»Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW 2010«


Übersicht der ausgezeichneten Objekte (nach Städten)


Aachen

  • Wohnbebauung Widra Areal, Aachen – Kaiser Schweitzer Architekten und Glashaus Architekten PSG, Aachen
  • Justizzentrum Aachen, Aachen – Weinmiller Architekten BDA, Berlin; Landschaftsarchitektur: Vogt, Zürich; Künstlerische Fassadengestaltung Rémy Zaugg (gest. 2006), Basel
  • Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen, Aachen – gmp – von Gerkan, Marg und Partner, Aachen


Bad Münstereifel

  • Wohnhaus, Bad Münstereifel – Architektur: Denzer & Poensgen, Nettersheim


Baesweiler

  • Berg-Foyer und Schwebesteg im Carl Alexander Park, Baesweiler – PASD Feldmeier + Wrede, Architekten BDA Stadtplaner SRL, Hagen


Bielefeld

  • Umbau einer Kirche zum jüdischen Gemeindezentrum mit Synagoge, Bielefeld – Architektur: Klaus Beck, Bielefeld; Künstlerische Gestaltung/Farb- und Lichtkonzept: Matthias Hauke, Bielefeld
  • Bürogebäude Kontor, Bielefeld – Gabrysch + Weiner Architektur GmbH & Co. KG, Bielefeld


Bochum

  • Wohn- und Pflegeeinrichtung Wohnpark Hiltrop, Bochum – Architekt Rainer Backwinkel, VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum


Düsseldorf

  • Wohnbebauung Torfbruchstraße, Düsseldorf – Prof. Schmitz Architekten GmbH, Köln
  • Bürogebäude GAP 15, Düsseldorf – SOP Architekten GbR, Düsseldorf
  • Wohnhaus Faunastraße, Düsseldorf – Pier7 Architekten BDA, Düsseldorf
  • Solarsiedlung am Medienhafen, Düsseldorf – HGMB Architekten GmbH + Co. KG, Düsseldorf; Fachplanung Wortmann & Scheerer, Bochum
  • Katholisches Stadthaus »MAXhaus«, Düsseldorf – Schilling Architekten, Köln
  • Sanierung Grundschule Rolandstraße, Düsseldorf – Legner + van Ooyen Architekten BDA, Moers


Essen

  • Wohn- und Geschäftshaus Johanniskirchstraße, Essen – Architekt Michel Raimo Famulicki, Firma Evonik Wohnen GmbH
  • Haus der Essener Geschichte, Essen – Architektur: Ahlbrecht Felix Scheidt Kasprusch, Essen
  • Umbau und Sanierung Kohlenwäsche Welterbe Zollverein, Essen – Architektur: Heinrich Böll/Hans Krabel, Essen


Hagen

  • Neubau Emil-Schumacher-Museum und Erweiterung Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen – Lindemann Architekten, Mannheim
  • Gemeindezentrum an der Philipp-Nicolai Kirche, Hagen – Architekten Bathe + Reber, Dortmund

Hilden

  • Sanierung Bahnhof Hilden, Hilden – Christof Gemeiner Architekten BDA, Hilden



Köln

  • Wohn- und Ateliergebäude Schwalbengasse, Köln – LK ARCHITEKTEN Regina Leipertz und Martin Kostulski, Köln
  • Hochwasserpumpwerk Köln-Rodenkirchen, Köln – Dirk Melzer, Landschaftsarchitekt & Umweltingenieur, Kaub/V-Architekten GmbH, Köln
  • Hauptverwaltung Kölner Wohnungsgenossenschaft, Köln – Mronz + Schaefer Architekten BDA, Köln
  • Wohnbebauung Brüsseler Straße, Köln – Ute Piroeth Architektur BDA, Köln
  • Umnutzung des ehemaligen Rathauses in Stadtwohnungen, Köln – Format Architektur Hatzfeld & Moster/Landschaftsarchitekten Calles De Brabant, Köln


Lemgo

  • Parkhaus Wüste, Lemgo – Brüchner-Hüttemann Pasch bhp Architekten + Ingenieure BDA, Bielefeld


Münster

  • NRW-Bank Münster, Münster – Architektur: Eisfeld Engel Architekten, Hamburg
  • Diözesanbibliothek und Verwaltungsbauten Bischöfliches Generalvikariat, Münster – Architektur: Max Dudler, Berlin
  • Kindertagesstätte »Kita Chamäleon«, Münster – Hartig | Wömpner Architekten BDA, Münster
  • 27 Gartenstadthäuser Merschkamp, Münster – Ortner & Ortner Baukunst, Ges. von Architekten mbH, Berlin


Neuss

  • Wohnbebauung »Südliche Furth«, Neuss – Agirbas/Wienstroer, Architektur & Stadtplanung, Neuss


Solingen

  • Besucherzentrum Brückenpark Müngsten, Solingen – Architektur: Tore Pape [Pool 2 Architekten], Kassel


Verl

  • Revitalisierung, Umbau und Erweiterung Rathaus Verl – Schlattmeier Architekten, Schlattmeier Planungs GmbH & Co. KG, Herford


Zülpich

  • Römerthermen, Zülpich – Ernst Architekten BDA, Zülpich