18. Oktober 2010

Beste Aussichten für Holz- und Bautenschützer

10-10-18%20holzundbautenschutz%20krefeld Ausbau und Fassade - Beste Aussichten für Holz- und Bautenschützer
Die Ausbildung zur Fachkraft Holz- und Bautenschützer dauert zwei Jahre, die zum Holz- und Bautenschützer drei Jahre. (Foto: BZB)
Im Kompetenzzentrum der Bildungszentren des Baugewerbes (BZB) mit Sitz in Krefeld erhalten seit 2007 Auszubildende im Holz- und Bautenschutz aus ganz Nordrhein-Westfalen ihre überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. In den ersten Jahren seit der Einführung des neuen Berufs haben jährlich rund 15 Auszubildende ihre Lehre aufgenommen. »In diesem Jahr verdoppeln wir die Zahl der Einsteiger auf 32«, berichtet BZB-Geschäftsführer Frank Pawlik.


Das Kompetenzzentrum in Krefeld mit weiteren Standorten in Düsseldorf, Duisburg und Wesel hat sich in über 30 Jahren zum Nonplusultra der Aus- und Weiterbildung für alle Berufsgruppen der Bauwirtschaft entwickelt. Fast 2.500 Baubetriebe, die in 48 Innungen organisiert sind, lassen hier ihre Lehrlinge ausbilden. Seit 2007 können junge Menschen in zwei Jahren auch zur Fachkraft Holz- und Bautenschützer oder in drei Jahren zum Holz- und Bautenschützer ausgebildet werden.


Dies erfolgt im Wechsel von betrieblicher Praxis auf Baustellen, ergänzender Fachpraxis in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) und fachbezogener Theorie in einem Berufskolleg. BZB-Fachausbilder und die Fachlehrer des Berufskollegs stimmen sich über die Ausbildungsinhalte ab. Der Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Düsseldorf nimmt die Prüfungen ab.


BZB-Geschäftsführer Frank Pawlik sieht die Gründe für die Zunahme in der größeren Bekanntheit des Berufs und in der guten Baukonjunktur. »Zwei Drittel aller Aufträge betreffen inzwischen das Bauen im Bestand und die Sanierung erhaltenswerter Bausubstanz, wobei großer Wert auf Umweltaspekte gelegt wird.« Die Fertigkeiten dafür vermittelt die Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer, unter anderem mit Inhalten wie Abdichtung, Schimmelpilzbekämpfung oder Energiesparmaßnahmen.


Ob sich Jugendliche für einen bestimmten Bauberuf eignen, können sie innerhalb eines Baujob Castings erfahren, das die BZB-Tochter 1,2,3… Azubi-fit anbietet.


Karriere möglich

Aufgrund der Ausrichtung auf modernes Baumanagement eröffnet der Beruf des Holz- und Bautenschützers beste Karrieremöglichkeiten. So bieten die BZB in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal auch den dualen Studiengang an, bei dem parallel zur Ausbildung der Bachelor of Civil Science (Bauingenieur) erworben werden kann. In Vorbereitung ist auch der Erwerb des Meisters im Holz- und Bautenschutz durch den Besuch einer Meisterschule.


Wie gut und sicher der neue Beruf ist, belegt die hohe Rate der übernommenen Auszubildenden. Im Juli 2010 wurden 70 Prozent der Holz- und Bautenschützer nach der Gesellenprüfung von ihren Betrieben eingestellt. Weitere 15 Prozent haben sich zu einem Studium entschlossen.