20. Oktober 2010

Passivhäuser öffnen ihre Türen

Mancherorts feiert das Passivhaus Premiere, anderorts ist es längst etabliert. Wie gut es sich in einem Passivhaus leben lässt, wollen sowohl frisch eingezogene wie auch alteingesessene Passivhaus-Bewohner bundes- und weltweit während der Tage des Passivhauses vom 12. bis 14. November der Öffentlichkeit zeigen.


»Im Passivhaus wird nicht am Komfort gespart, der wird sogar spürbar erhöht. Die Tage des Passivhauses sind die beste Gelegenheit, es selber herauszufinden«, so Prof. Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus Instituts und Professor an der Universität Innsbruck, Pionier des Passivhauses und Mitinitiator der Tage der offenen Tür.


Bei einem Rundgang durchs Haus und im Gespräch mit den Bewohnern können die Besucher feststellen, wie angenehm warm es auch direkt vorm Fenster ist und dass keine Zugluft zu spüren ist. Sie können sehen, dass sich die Fenster selbstverständlich öffnen lassen und die Lüftungsanlage inspizieren, die für frische Luft sorgt. Der Gesamteindruck: Ein Passivhaus ist ein ganz normales Haus – aber ein besonders komfortables!


Letztes Jahr waren 15.000 Besucher in den rund 300 Passivhaus-Gebäuden in ganz Deutschland unterwegs und nutzten die von der IG Passivhaus und ihren Mitgliedern organisierte Veranstaltung, um sich über das Passivhaus zu informieren. Ihre Türen für Besucher öffnen überwiegend privat bewohnte Häuser, aber auch Bürogebäude, Schulen, Kindergärten.


Eine ständig wachsende Anzahl von Besichtigungsobjekten finden Interessenten unter www.passivhausprojekte.de.


Über das Passivhaus
Das Passivhaus ist so energieeffizient, dass es ohne ein herkömmliches Wärmeverteilsystem auskommt. Im Vergleich zu durchschnittlichen bestehenden Wohngebäuden benötigt ein Passivhaus nur ein Zehntel der Heizenergie – umgerechnet in Öl nur noch zirka 1,5 Liter pro Quadratmeter im Jahr. Europaweit wurden bereits über 17.500 Wohneinheiten im Passivhausstandard errichtet, der größte Teil davon in Deutschland. Die Mehrinvestitionen für Passivhausqualität liegen bei fünf bis zehn Prozent der normalen Baukosten.