02. November 2010

ZDB: Hubert Schlun zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes hat am 29. Oktober in Beriln Hubert Schlun zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt. Damit würdigten die Delegierten der ZDB-Mitgliedsverbände das Engagement Schluns für das deutsche Baugewerbe. Baumeister Hubert Schlun war vor fast genau 32 Jahren, am 1. November 1978 zum ersten Mal in den ZDB-Vorstand gewählt worden und wurde seitdem sieben Mal wieder gewählt.


ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein dankte Schlun im Namen all seiner Kollegen und Mitarbeiter für dessen aktive Vorstandsarbeit. Loewenstein: »Wir schätzen uns glücklich, einen so mutigen, aufgeschlossenen, passionierten und tatkräftigen Mitstreiter so viele Jahre in unseren Vorstandsreihen gehabt zu haben. Bereits 2003 haben wir Hubert Schlun mit dem Ehrenring des Deutschen Baugewerbes ausgezeichnet.«


Hubert Schlun zeichnete sich zeit seines Lebens immer durch Verantwortungsbewusstsein und Mut aus. So übernahm er, gerade 23 Jahre alt, das elterliche Bauunternehmen, das damals schon 170 Mitarbeiter hatte, denn sein Vater war 1962 überraschend an den Folgen eines Unfalls auf der Baustelle gestorben. Sein Ingenieur-Studium musste er dafür abbrechen.


1966 wurde mit 26 Jahren Obermeisters der Baugewerbe-Innung Heinsberg-Jülich gewählt. 1976 wurde er Vorsitzender des Baugewerbe-Verbandes Nordrhein, weitere sechs Jahre später Präsident der Baugewerblichen Verbände Nordrhein. Er stand 34 Jahre lang an der Spitze eines der wichtigsten ZDB-Mitgliedsverbände und vertrat 32 Jahre lang dessen Interessen auf Bundesebene.


Die Zukunft des Berufsnachwuchses war ein wichtiges Thema seiner Vorstandstätigkeit. Von 1994 bis 2000 leitete er den ZDB-Ausschuss für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.


Stets fühlte er sich der Handwerkstradition verpflichtet. Er lehnte Begriffsmodernismen wie den »Azubi« ab und beließ es beim Inhalt, dem Lehrling. Loewenstein sagte dazu in seiner Laudatio: »Eine herausragende Initiative ging in diesem Zusammenhang auf seine Anregung zurück: So beteiligten sich Baulehrlinge am Neubau der Berliner Gedenkstätte 'Topografie des Terrors'. Damit wurden Zeichen gesetzt, dass junge Leute sich dem Gemeinwesen verpflichtet sehen und auch ihrer Verantwortung aus der Geschichte bewusst sind.«