02. November 2010

Parkettkleber künftig ohne Lösungsmittel

Ab 2011 stellen die führenden Bauklebstoffhersteller Ardex, Bona, Bostik, Henkel, Jowat, Kiesel, Mapei, PCI, Schönox, Sika und Uzin den Vertrieb lösungsmittelhaltiger Parkettklebstoffe im deutschen Markt ein. Initiiert hat den freiwilligen Selbstverzicht der Arbeitskreis Bauklebstoffe (AKB) im Industrieverband Klebstoffe (IVK).


»Da es derzeit noch keine gesetzlichen Regelungsmechanismen zum Verzicht von Lösungsmitteln gibt, ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung«, sagt Dr. Rüdiger Oberste-Padtberg, Vorsitzender des AKB und Mitglied des IVK-Vorstandes.


Wie aus der Geschäftsstelle des IVK zu erfahren ist, wird diese Initiative in Zukunft nicht allein auf die vorgenannten Bauklebstoffhersteller beschränkt bleiben. Es gibt bereits deutliche Signale der übrigen im Verband organisierten Bauklebstoffhersteller, dass auch sie in naher Zukunft lösungsmittelhaltige Parkettklebstoffe aus ihren Vertriebsprogrammen nehmen werden.


Joachim Barth, Bundesinnungsmeister des Zentralverbandes Parkett und Fußbodentechnik, begrüßt den Verzicht: »Der Einsatz lösemittelhaltiger Parkettkleber ist aus gesundheitlichen Gründen fragwürdig und auch technisch seit langem nicht mehr nötig. Deshalb halte ich dieses klare Signal an das Handwerk für absolut richtig. Es gibt Parkettlegern Orientierung.«


Eine jeweils aktuelle Liste der IVK-Mitgliedsunternehmen, die zukünftig nur noch lösungsmittelfreie Parkettklebstoffe im deutschen Markt vertreiben, veröffentlicht der Industrieverband Klebstoffe auf seiner Internetseite www.klebstoffe.com.