08. November 2010

Maler und Lackierer weiter zuversichtlich

Die Herbst-Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz zeigt ein positives Stimmungsbild im Maler-Lackiererhandwerk. Erstmals seit drei Jahren beurteilten mehr als die Hälfte der Befragten die Geschäftslage ihres Unternehmens als gut. Der Wert stieg von 44,8 Prozent auf 53,1 Prozent. Demgegenüber sprechen nur 5,9 Prozent von einer schlechten betrieblichen Situation; im Herbst 2008 waren dies noch 13,5 Prozent.


Bei der Tagung des Wirtschaftsausschusses des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz stellte Hauptgeschäftsführer Werner Loch jetzt die Detailergebnisse vor. In den Berichten aus den Ländern bestätigten die Vertreter der Landesinnungsverbände die konjunkturelle Einschätzung.


Hauptgeschäftsführer Werner Loch: »Die gute Stimmung in der Branche ist im Wesentlichen getragen von den Maßnahmen aus den Konjunkturpaketen.« Dies offenbaren die Umfragergebnisse deutlich. So zeigt sich, dass das Marktfeld der Wärmedämmung von Fassaden deutlich im Umsatz gegenüber anderen Tätigkeiten im breit gefächerten Arbeitsfeld des Maler-Lackiererhandwerks steigt. Gegenüber dem Jahr 2005 wurde aktuell ein Anstieg um mehr als sechs Indexpunkte in der Zunahme der Tätigkeit von WDVS-Arbeiten ausgewiesen, welches einer Zunahme um mehr als 30 Prozent gegenüber den Vorjahren entspricht. Signifikant ist auch, dass der Umsatz von öffentlichen Auftraggebern in den Basispunkten der Umfrage vom Herbst 2008 von 9,8 auf nunmehr 12,7 gestiegen ist.


»Die Konjunkturpakete haben ihre Wirkung im Maler-Lackiererhandwerk erreicht und stabilisierend für die wirtschaftliche Entwicklung gewirkt. Für die Zukunft bleibt es aber ungewiss, ob es bei Auslaufen der Konjunkturpakete, alleine gestützt auf ein stärkeres Bewusstsein im Zuge der Finanz-Wirtschaftskrise in die Immobilie zu investieren, die wirtschaftliche Situation in der Branche gehalten werden kann«, erklärt Hauptgeschäftsführer Werner Loch.


Für die kommenden Wochen scheint der Auftragsbestand in den Betrieben gesichert zu sein. Insbesondere der Auftragsbestand im Zeitraum über 2 – 4 Monate hat sich gegenüber den Vorjahresumfragen erhöht. Mit nahezu gleich bleibenden Werten gegenüber dem vergangenen Jahr blicken die Betriebe vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Mehr als 60 Prozent rechnen damit, dass sich die derzeitige Geschäftslage ihres Unternehmens nicht verändert. Als weiterhin sehr gravierendes Problem bezeichnen die Betriebe den erheblichen Verfall in den Angebotspreisen. Dies verschärft angesichts weiter steigender Materialpreise die Wettbewerbssituation stark.