09. November 2010

Kleine Unternehmen werben noch traditionell

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland haben großen Nachholbedarf in punkto digitaler Vermarktung. Das hat die aktuelle psyma/GfK-Studie „Mittelstand und Werbung“ im Auftrag der telegate AG ergeben. Demnach investieren deutsche KMU im Schnitt zwischen 1.000 und 5.000 Euro im Jahr für Marketing in eigener Sache. Mehrheitlich fließen die Gelder jedoch in gedruckte Werbemittel wie etwa Branchenbuch, lokale Tageszeitungen und Anzeigenblätter. Auf den vorderen Rängen liegen nur die Online-Branchenverzeichnisse, Suchmaschinenmarketing betreibt nur ein Fünftel der befragten Betriebe.

Doch während die Unternehmer noch auf die traditionellen Printmedien setzen, sind deutsche Verbraucher hauptsächlich im Internet auf der lokalen Suche nach Kontaktdaten und Informationen zu Firmen und Dienstleistern. 44 Prozent der rund 1,3 Milliarden Suchanfragen jährlich findet heute im Web statt. Bei der speziellen Suche nach Firmen und Dienstleistern ist sogar schon jede zweite Recherche webbasiert. Umso erstaunlicher, dass immerhin fast die Hälfte der befragten KMU noch keine eigene Firmenwebsite hat. Dabei wird die Internetpräsenz heute mehrheitlich als digitale Visitenkarte angesehen. 94 Prozent der befragten Firmen möchten mit ihrer Firmenwebsite über ihr Unternehmen informieren, 83 Prozent wollen so im Internet Neukunden gewinnen und 70 Prozent betreiben eine Website um überhaupt im Web gefunden zu werden.

Die Schere zwischen Nutzerpräferenzen und dem Werbeverhalten der KMU zeigt sich noch deutlicher bei aktuellen Trends wie Social Media oder Bewegtbildformaten: Die Hälfte der befragten Unternehmen findet etwa Websites mit Videoclips interessanter als reine Text- und Bildinhalte. Aber: Die wenigsten können den heute notwendigen Kostenaufwand zur Produktion eines professionellen Videoclips realistisch einschätzen und haben daher Berührungsängste zum Werbeformat: Erst sechs Prozent der Befragten hat ein eigenes Firmenvideo, doch immerhin 40 Prozent der Betriebe wäre bereit hier zwischen 200 und 1.000 Euro zu bezahlen. Bei den sozialen Netzwerken zeigt sich ein ähnliches Bild: Facebook, Twitter und Co. genießen zwar einen hohen Bekanntheitsgrad bei den Befragten. Dort registriert sind jedoch erst 26 Prozent der Firmen - und diese nutzen die Netzwerke zu 70 Prozent privat.

Fazit: Die Zeiten von „Twitter und Facebook“-Marketing sind beim deutschen Mittelstand noch in weiter Ferne – zunächst wollen die Online-Basics angegangen werden.

Die telegate AG ist ein Multichannel-Anbieter für die Lokale Suche. Das Unternehmen hat das klassische Geschäftsfeld Telefonauskunft um werbefinanzierte Informationsangebote im Internet und weitere digitale Medien erweitert. Das Unternehmen liefert Verbrauchern in Deutschland Informationen über die Internetportale www.11880.com und www.klicktel.de, die Telefonauskunft 11880, die klickTel Software sowie über Lokale-Suche-Applikationen für mobile Endgeräte.